Genuss
07.06.2018

Margarita: Warum der Cocktailklassiker nach einer Frau benannt ist

Old but gold: Seit Jahrzehnten ist der Sommerdrink von keiner Bar-Karte wegzudenken.

Tequila, Limettensaft, Salz und Orangenlikör - die Ingredienzen einer Margarita hat man schnell parat. Wo allerdings die Wurzeln dieses legendären und erfrischenden Cocktailklassikers für den Sommer liegen, wissen wenige. Und wie bei vielen berühmten Speisen und Getränken gibt es auch bei der Margarita mehrere Entstehungsgeschichten. Das Kult-Getränk der Nachkriegsjahre steht jedenfalls für Lebensfreude. Dass der Klassiker nun schon eine ältere Dame ist, tut ihrer Beliebtheit auch nach 70 Jahren keinen Abbruch.

Die Wurzeln des Drinks dürften in den 1930er-Jahren, der Zeit der amerikanischen Prohibition, liegen. Viele Amerikaner kamen damals zum Trinken nach Mexiko, wo Alkohol nicht verboten war und Drinks auf Tequila-Basis schon lange eine Tradition hatten. Einer davon hieß "Daisy", das englische Wort für Gänseblümchen - das auf Spanisch eben Margarita heißt. Belegt ist außerdem ein Margarita-Rezept, das 1937 in einer Zeitung veröffentlicht wurde. Und 1942 soll ein mexikanischer Barkeeper den Auftrag zu einem bestimmten Drink, der ihm allerdings unbekannt war, ziemlich freihändig interpretiert haben - und zufällig kam die Margarita heraus. Nun ja.

Geschmacksnote Bitterorange

In zahlreichen Rezepten ist der leicht bittere, französische Orangenlikör Cointreau (ein sogenannter Triple Sec) als unbedingte Zutat empfohlen und dessen Verwendung wird der Texanerin Margaret Sames zugeschrieben. Sie soll 1948 erstmals auf einer ihrer legendären Partys ihre Lieblingsgetränke Tequila und Cointreau gemixt haben.  Der Drink kam gut an und es traf sich gut, dass sich unter den Gästen die Besitzer namhafter Hotels befanden, die den neuen Drink auf ihre Barkarten setzten.

Dort, auf gut sortierten Barkarten, darf heute - etwa 70 bis 80 Jahre nach ihrer Kreation - jedenfalls die Margarita nicht fehlen. Wie eine noble Lady verliert auch dieser Cocktail mit den Jahren nichts von seiner Noblesse. Was ebenso für seine Popularität spricht: Der Drink ist auch zuhause denkbar einfach zuzubereiten.

Das klassische Rezept

Sie sind jetzt auf den Geschmack gekommen? Klassischerweise mixt man 2 Teile Tequila mit jeweils einem Teil Cointreau und Limettensaft. Für ein Glas nimmt man also 4 cl Tequila, 2 cl Cointreau und 2 cl Limettensaft. Einen Cocktailshaker zur Hälfte mit Eiswürfeln füllen und die Zutaten gut durchschütteln und in ein Glas abseihen. Serviert wird eine Margarita übrigens am stilvollsten in einem Margarita-Glas. Es gleicht einem Champagnerglas, hat aber einen bauchigeren Boden, damit das Eis Platz findet. Den Rand des Glases vor dem Befüllen kurz in Limettensaft und Salz tauchen und mit einer Limettenspalte garnieren - fertig!