Genuss
06.07.2017

Insolvent: Café Ansari hat sich vom Umbau nie erholt

Die Gastronomen Nana und Nasser Ansari hoffen auf Erfolg des Sanierungsplans.

Granatapfelkerne, Walnüsse und Frischkäse – Nana und Nasser Ansari leben für die georgische Küche. Bereits mit ihrem kleinen Pavillon am Karmelitermarkt sorgten sie für einen Hype um gefüllte Teigtaschen und gebackenes Käsebrot. Als sie sich dann für ein größeres und schickeres Restaurant am Beginn der Praterstraße entschieden, glaubten sie ihr Ziel erreicht zu haben.

Wie aber jetzt bekannt wurde, ist vergangene Woche ein Insolvenzverfahren über das Café Ansari verhängt worden. Das Verfahren ist am 28. Juni eröffnet worden – der Konkurs ist geringfügig: Das bedeutet, dass das zur Konkursmasse gehörende Vermögen voraussichtlich nicht mehr als 50.000 Euro beträgt.

Bauprojekt hat die Kosten überschritten

Das Ehepaar formulierte für Gäste viaFacebook und Medien eine Stellungnahme, um ihren derzeitigen "Zustand" widerspiegelt: "Diese Entscheidung hat uns sehr getroffen, wir sehen aber schon heute Spielraum bei der Gestaltung des Kommenden und wollen gemeinsam mit Euch als unseren Gästen weitermachen!" Wie es zur Insolvenz kommen konnte? "Mit dem Vorhaben, das Café Ansari zu eröffnen, haben wir uns auf ein Bauprojekt eingelassen, das die ursprünglich kalkulierten Kosten so sehr überschritten hat, dass wir uns leider bis heute nicht davon erholt haben. Der Auslöser für die Insolvenz war letztlich eine weitere Zahlungsverpflichtung, ein weiterer Dominostein."

Der bestellte Masseverwalter muss nun feststellen, "welche Potentiale vorhanden sind". Unter seiner Supervision wird ab sofort ein Sanierungsplan erstellt, der die Basis für eine erneute Beurteilung sein wird. Das erklärte Ziel der Gastronomen: Das Café Ansari weiterzubetreiben.