Haustiere sollen nicht mit einer Maske vor einer Ansteckung geschützt werden.

© EPA/LUKAS BARTH-TUTTAS

Corona-Fragen
05/12/2021

Corona: Muss ich mich von meinem Haustier trennen?

Hunde sind für das Virus weniger empfänglich als Katzen. Eine Erkrankung ist kein Grund, den Vierbeiner abzugeben.

Kurz nach der Erstbeschreibung von SARS-CoV-2 beim Menschen wurde in Hongkong / China ein Hund mit Coronaviren gemeldet. Die Besitzerin des Haustiers musste wegen ihrer Erkrankung ins Spital. Der Vierbeiner zeigte keine Symptome, sehr wohl aber eine schwache Virenlast in Nase und Rachen; im Blut wurden schließlich Antikörper nachgewiesen.

Seit dieser Meldung vom 29. Februar 2020 tauchten vereinzelt Berichte und Studien von ähnlich verlaufenden Infektionen bei Hunden - seltener - und Katzen - etwas häufiger - auf. Mittlerweile ist bekannt, dass sich diverse Haus-, Heim- und Wild- bzw. Zootierarten, wie Katzenartige, Hunde, Frettchen, Marderhunde, Hirsche, Goldhamster, Kaninchen und Primaten mit Covid-19-Erregern infizieren können. In allen bekannten Fällen erfolgte die Ansteckung höchstwahrscheinlich über infizierte Menschen.

Haustiere sind keine Superspreader

Covid 19 gilt als Zoonose. Menschen, die an Corona erkrankt sind, können ihren Vierbeiner mit den Viren anstecken. Doch: "Bis zum Vorliegen gegenteiliger Informationen ist trotz des Auftretens neuer Virusvarianten davon auszugehen, dass Heim- und Haustiere in der Verbreitung der SARS-CoV-2 Infektion keine bedeutende Rolle spielen", heißt es bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, AGES.

Schutzmaßnahmen einhalten

Bestätigt sich beim Haustierbesitzer eine Infektion mit diesem Virus, sollten die selben Regeln eingehalten werden, die auch im Umgang mit Menschen gelten: Es ist ratsam, den Kontakt so gering wie möglich zu halten, eine FFP2-Maske zu tragen und sich vor und nach jedem Kontakt die Hände gründlich mit Seife zu waschen.

Wenn möglich, sollte die Betreuung des Vierbeiners vorrangig durch eine nicht infizierte Person erfolgen. Jedoch ist es nach derzeitigem Wissensstand weder bei einer Infektion von Menschen noch von Tieren notwendig oder sinnvoll, sich von Hund bzw. Katze zu trennen.

Erkrankung kein Grund für Euthanasie

Zeigt das Haustier eines Corona-Patienten Symptome wie Erbrechen bzw. Durchfall, Fieber und Abgeschlagenheit, sollte der Tierarzt des Vertrauens telefonisch kontaktiert werden. Der Experte entscheidet, ob eine Probe genommen und zur Auswertung eingeschickt werden soll. Die Untersuchungskosten sind jedenfalls privat zu bezahlen.

Keine effiziente Übertragung von Tier zu Mensch

Die AGES betont: "Der Nachweis von SARS-CoV-2 bzw. Antikörpern beim Tier stellt keinen Grund dar, dieses wegzugeben oder gar einschläfern zu lassen, da nach derzeitigem Wissensstand keine effiziente Übertragung des Virus vom Haustier auf den Menschen erfolgt."

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