freizeit | Salz und Pfeffer
17.03.2018

Salz & Pfeffer: Luster

Schon wieder eine neue Bar - und keine schlechte.

Augenblicklich scheint in Wien kein Monat zu vergehen, in dem nicht mit einer neuen Cocktailbar zu rechnen ist. So hörte das vergangene Jahr mit der „Spelunke“, dem „The Birdyard“ und der „Bar 3“ auf, das neue begann mit der coolen „Stadtbar“ in der Hanuschgasse, „Delirium“ und mit dem „Luster“, der in mehrfacher Hinsicht interessant ist: Erstens, weil es da im unmittelbaren Umfeld des Apollo-Kinocenters eigentlich recht wenig brauchbare Lokale gibt (zumindest außerhalb der Schanigarten-Saison); zweitens, weil diese Bar von den gleichen Leuten gemacht wird, die schon das „Zweitbester“ in der Heumühlgasse betreiben und damit für eine stabile Position in der Wiener Szenelokal-Landschaft sorgten; und drittens, weil in dieser Bar ein paar sehr gute Leute am Werk sind. Marco Pani zum Beispiel, der schon in der „Bar Italia“ mit seinen kreativen Cocktails aus selbst angesetzten Aroma-Infusionen für Furore sorgte. Oder Küchenchef David Prommegger, der hier – immerhin in einer Bar – das beste Mittagessen der Gegend zubereitet. Und natürlich auch die Architekten Driendl, die dem hohen Raum mit kahlen Ziegelwänden und großen Fenstern ein eindrucksvolles, über der Bar schwebendes Flaschenregal verpassten, den namensgebenden „Luster“. Sehr schön auch, dass man abends zu den Cocktails etwas zu essen bekommt, etwa einen spektakulären Hot Dog mit selbst gemachter Thai-Wurst (9,50 €), frittierte Erdnüsse mit Chili und Limettenblatt (4,50 €) oder interessanten Kohlsalat. Genau das hat’s hier offenbar gebraucht – der „Luster“ ist jeden Tag gesteckt voll.

Luster,
Wien 6, Windmühlg. 32,
Tel: 01/264 23 64,
Mo 11-16, Di-Do 11-2, Fr 11-3, Sa 17-3,
www.luster.bar

Küche                25 von 35
Keller                   8 von 10
Service              14 von 15
Atmosphäre      13 von 15
Preis/Wert        14 von 20
Familie                2 von 5
                          76 von 100


florian.holzer@kurier.at