freizeit | Salz und Pfeffer
03.12.2016

Salz & Pfeffer: Kuro

© Bild: Kurier/Juerg Christandl

Suppenzeit in der Burggasse.

Nudelsuppe boomt. Derzeit vergeht kaum eine Woche, in der nicht ein vietnamesisches Pho-Lokal aufsperrt, das vor einem Jahr eröffnete japanische Karma Ramen ist täglich bummvoll und die Eröffnung der Mochi Ramen Bar am Vorgartenmarkt wird von Foodies schon ungeduldig erwartet.
Das neue Kuro hat dagegen vergleichsweise unbemerkt aufgemacht. Es handelt sich dabei um ein Udon-Lokal, in dem die traditionellen, dicken Weizennudeln Japans im Mittelpunkt stehen, wobei es populäre Klassiker wie Tempura und Sushi natürlich auch gibt, „weil nur mit Udon allein würde ich wohl kein Geld verdienen“, lacht Besitzer Kurosa Kohei. Vor fünf Jahren kam er als Manager im Elektronik-Business nach Europa und stellte fest, dass man hier gerade einmal Sushi kannte, „aber das essen Japaner nur ab und zu, anders als Udon“. Also ließ er sich von einem Freund ein modernes Udon-Restaurant gestalten. Vor allem besorgte er sich eine Udon-Maschine, mit der die dicken Nudeln täglich frisch gemacht werden. Die kommen dann mit Tempura, mit Ente, mit Huhn oder mit Garnele im kräftigen Dashi-Sud (eine herrliche Suppe aus Bonito-Flocken und Kombu-Algen), sind nicht ganz leicht zu essen, schmecken aber herrlich (je nach Zutat 7,40 – 15,90 €). Daneben gibt’s etwa Seidentofu mit geriebenem Ingwer und Schnittlauch, erfrischend und köstlich (4,20 €), täglich andere „Kobachi“, eine Art japanische Tapas, also zum Beispiel geschmorte Rübe mit kleinen Shrimps und Karotte und in Reiswein-Sauce geschmortes Huhn (2 Stk. 7 €, 3 Stk. 10 €). Oder großartig knusprige Tempura-Kombinationen. Und wenn der Sushi-Chef dann noch die Lachs-Maki mit dem Bunsenbrenner angrillt, kann man auch schwer widerstehen ...

Kuro,
Wien 7, Burggasse 18,
Tel: 0660/724 03 46,
Mo-Sa 17.30-23,
www.facebook.com/kurovienna

Max.
Küche 26 35
Keller 6 10
Service 13 15
Atmosphäre 13 15
Preis/Wert 17 20
Familie 3 5
78 100

florian.holzer@kurier.at