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freizeit Reise
05/23/2021

Gourmets und Sportler entdecken Sloweniens grünes Vipavatal

Wer Italien und die Südsteiermark liebt, ist hier richtig. Ausflüge führen zu Winzern, auf Höhenwege, zu Burgen und in Dörfer.

von Florentina Welley

Die meisten kennen Slowenien als Landstrich neben der Autobahn – wie auf der Fahrt von Graz nach Triest. Dabei wäre man von Wien schon in vier Stunden in einem Land, das die bunte Vielfalt Europas vereint. Vier Landschaften, Alpenland, mediterraner Karst, Pannonisches Slowenien und Zentralslowenien mit der Hauptstadt Ljubljana, laden ganzjährig zu Entdeckungstouren ein, auch das Klima ist angenehm mild, wenn nicht gerade die Bora tobt. Wer von Laibach kommt, ist etwa eine Autostunde später mitten im aufregenden Vipava-Tal, das sich bis Nova Gorica erstreckt. 

Auch diese junge Stadt, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstand, und in der heute Slowenen und Italiener ohne Grenze zusammenleben, ist sehenswert. Parkähnlich angelegt, duftet sie nach unzähligen Rosen, dem Stadt-Symbol. Sogar internationale Casino-Spieler zieht es hierher, um das Glück zu versuchen. In Neu Görtz vermischten sich im Laufe der Jahrhunderte germanische, romanische und slawische Kulturen, was bis heute spürbar ist. Vor allem dann, wenn auf dem Europaplatz bunte Feste stattfinden,  wie Anfang Juli das prächtige Polenta-Fest.

Ein Ausflug in die benachbarte Wein-Region um Brda, in der 100 der besten Winzer der Welt zu Hause sind, etwa zu „Klet Brda“, der größten Weinkellerei Sloweniens oder zum Renaissance-Schloss Dobrovo, ist Anfang Juni besonders schön, wenn das Kirschblütenfest stattfindet. Das von hohen Karstplateaus gesäumte Vipava-Tal gilt auch als Geheimtipp für ganzjährige Wander- und Radausflüge. Per Rad oder gemietetem E-Bike lässt sich die weite grüne Landschaft nachhaltig erkunden. Und wie jedes Jahr führt der Giro d‘Italia auch heuer über die Hügellandschaft Goriška Brda. 

Auf Rad- und Wanderwegen durch die sanft geschwungene Hügellandschaft kommt man auch zur Burg Rihemberk, die über dem Dorf Branik thront und von grünen Weingärten umgeben ist. Die Hügel rundum wurden seit Jahrhunderten für den Weinanbau kultiviert. Heute wachsen hier neben bekannten Sorten auch autochthone Weine, wie Zelèn, Pinela  oder die junge Sorte Klarnica.

Hiesige Rebsorten wie etwa der Sauvignon blanc sowie einige Südtiroler Weine gehen übrigens auf  Erzherzog Johann zurück, der bereits 1832 eine  Weinbauschule in Maribor gründete. Bei einer Weintour zu preisgekrönten Winzern zwischen Vipava, Branik, Ajdovščina, Dobravlje und Dornberk bieten einige lokale Heurige, sogenannte „Osmica“, sogar Zimmer an.  

Der Ort  Vipava selbst wird von den Einheimischen liebevoll „Platz“ genannt. Die zahlreichen Quellen und Brücken über den Fluss Vipava verhalfen dem Dorf zum Beinamen „slowenisches Venedig“. Nicht zuletzt ist Vipava aber durch seine ausgezeichneten Weine ein beliebtes Urlaubsziel.

Gourmets zieht es wiederum zu Michelinsternen, etwa  ins Gasthaus Pri Lojzetu im Schloss Zemono in Vipava oder ins Dam Restaurant in Nova Gorica, um typisch regionale Köstlichkeiten wie „Vipavska jota“, Gemüseeintopf, oder „Vipavski Pršut“, luftgetrockneten Schinken, zu verkosten. Bei einem Spaziergang durch Ajdovščina, der zweitgrößten Stadt im Vipava-Tal, vorbei an den Türmen einer römischen Festung, spaziert man nicht nur an drei Kunstgalerien vorbei, sondern auch an einer Mikrobrauerei, die zum Bierkosten verführt. Auch ein Besuch beim Pipistrel-Werk  im Ort  ist interessant, hier werden Ultraleicht- und Elek-troflugzeuge produziert.

Von der Höhe in die Höhle

Wer gerne wandert und dabei ins Land sieht, sollte eine Tour auf den Höhenweg Pot po robu einplanen. Der schönste Weg des Vipavatals schlängelt sich vom Dorf Predmeja entlang  der Felskämme des Berges Gora zum Ende des Ternowaner Walds über blühende Bergwiesen bis in den Ort Col. Belohnt werden die Wanderer mit einem Blick über das Tal, den Karst, bis hin zum Golf von Triest und Piran. Schon am Ausgangspunkt beim Denkmal „Mati Gorjanka“ in Predmeja öffnet sich der Panoramablick auf  Vipava und Ajdovščina.

Im Süden, etwa eine gute halbe Autostunde von Ljubljana entfernt, liegt der Nationalpark Notranjska. Das Gebiet rund um den See von Cerknica, dem größten Sickersee Europas. Wer gerne  276 Vogelarten oder sogar Bären beobachten will, ist hier richtig. Weitere Highlights der Region: Die Karsthöhlen von Škocjan, mit dem größten unterirdischen Canyon Europas. Beide Reservate zählen zum UNESCO-Welterbe.

Vipavatal-Tipps

Vier Tage, vier Routen. Die freizeit führt stilvoll durch das lange Wochenende. 2 Routen führen ins Vipavatal, 2 Routen rund um Laibach, zu sehen am Ende dieser Geschichte unter: weitere Artikel, einfach den Link anklicken.

SAMSTAG

9  Vipava-Brücken ansehen, dann im Weingut Forest Village Theodosius schlafen, https://www.theodosius.si

10 Ajdovščina Erst Karstquelle, dann biodynamische Weinverkostung im Weingut Guerila, https://guerila.si, https://www.vipavskadolina.si11 Branik Die Burg Rihemberk besichtigen, dann im Weingut Cebron übernachten, https://cebron.eu

12 Dornberk Am schönen Weinbauernhof Gustin die ältesten Sorten verkosten, wie Merlot und Malvasia, https://vinagustin.si

SONNTAG

13 Nova Gorica Zwischen Slowenien und Italien spazieren, mit Musik, Theater, Freiluftkino. 2025 Kulturhauptstadt, https://www.novagorica-turizem.com

14 Brda Slow-Food und Weine in Klet Brda verkosten, das Land erkunden. https://klet-brda.si, https://www.slovenia.info

15 Predmeja Auf zum Höhenweg Pot po robu, mit Blick über das Vipavatal! https://vipavskadolina.si, https://www.slovenia.info

16 Notranjski Park Im UNESCO-Geopark Bienenlehrpfad, unterirdischen Cerknica See erkunden, https://www.naravniparkislovenije.si

Einreise Slowenien

Negativen PCR-Test mitführen, der nicht älter als 48 h ist. Vollständig Geimpfte und Genesene können auch ohne PCR-Test einreisen. Seit 26. 4. dürfen Hotels und Restaurants mit Gastgärten öffnen. Bei Rückreise aktueller 3-G-Nachweis  erforderlich, https://www.bmeia.gv.at; https://www.slovenia.info

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