Isola Bella

Isola Bella

© Maria Gurmann

freizeit Reise
12/13/2020

Die schönsten Gärten Italiens

Zweihundert Meisterwerke der Gartenkunst werden auf dem neuen Portal Garden Route Italia beschrieben. Ob am Comer See, am Lago Maggiore, bei Rom oder Florenz.

von Maria Gurmann

Mit  der Mischung aus gemäßigtem und subtropischem Klima, den märchenhaften Landschaften und den prächtigen Villen und Palästen ist Italien eine der begehrtesten Destinationen für Gartenfreunde. Seit Jahrhunderten lassen sich Gartendesigner vom italienischen Stil der Landschafts- und Villengartengestaltung  in Bella Italia inspirieren. Jetzt zeigt ein neues  Portal des italienischen Kultur- und Tourismusministeriums, wo die schönsten Gärten  – von der Renaissance bis zur Moderne – zu finden sind: Die Garden Route Italia beinhaltet dreißig Reiserouten und zweihundert Gärten, von denen zwei Drittel  für Besucher geöffnet sind, der Rest nach Terminvereinbarung.

Auf der Liste von The Planets World steht unter den zwölf schönsten Gärten Italiens die Villa d’Este in Tivoli an erster Stelle. Kardinal Ippolito d’Este ließ im Jahr 1550 um seine Villa eine weitläufige Gartenanlage mit den berühmten Wasserspielen (mehr als 500 Brunnen) errichten. Sie verkörpert die Seele der italienischen Renaissance und ist Vorbild für formale Gärten. Nach dem Tod des  Kardinals verwilderte der Garten  und geriet in Vergessenheit.  Das änderte sich, als der Staat 1920 den  Palast erwarb und aufwendig restaurieren ließ. Seit 2001 ist die Villa auf der Liste der UNESCO als Weltkulturerbe. Eintrittspreis: 12 Euro.

Ein Augenschmaus sind auch  die Grünanlagen  an den oberitalienischen Seen. Mit dem Schiff kann man auf dem Lago Maggiore zur  Isola Bella mit der Borromeo-Festung fahren. Weiße Pfaue schlagen  Räder, die Blütenpracht ist in  Terrassen mit Spritzbrunnen und Statuen eingebettet. Der Palast ist eine Mischung aus exotischer und historischer Architektur.

Auf  der  Fahrt rund um den Comer See wird man zwar nicht George Clooney, der dort einen Zweitwohnsitz hat, sehen, dafür herrliche Gärten und Parks. Einige Villen an der Uferstraße liegen mit Schlingpflanzen umwuchert im Dornröschenschlaf. Andere glänzen wie vor 200 Jahren: Hunderte Meter lang die pinkfarbenen  Azaleen-Zäune, in den Parks die Buchsbäume wie Pudel getrimmt, Zypressen wie Schwerter aufgereiht und Kieswege so weiß wie der Schnee auf den umliegenden Berggipfeln.

In einigen Villen der Garden Route Italia können Besucher auch übernachten und die Blumenpracht vom Fenster aus genießen. Wie etwa in der Villa Gamberaia, berühmt für ihre Lage erhöht über dem Arnotal mit einem atemberaubenden Blick auf Florenz. Eintritt: 15 Euro.
Voraussichtlich sind die Gärten in Italien wieder ab 15. Jänner 2021 für Besucher geöffnet.

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