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freizeit Mode & Beauty
10/03/2021

Verpfuschter Beauty-Eingriff: "Würde mir nichts mehr machen lassen"

Der Wunsch nach volleren Lippen endete für eine Frau im Beauty-Albtraum

von Maria Zelenko

Ihre von Natur aus schmalen Lippen hatten Anna H. (Name von der Redaktion geändert) schon lange gestört, vor einem Jahr wollte die Wienerin endlich etwas daran ändern. Bei einem Arzt ließ sie sich die Oberlippe mit Hyaluronsäure aufspritzen. Mit verheerenden Folgen: „Mir wurde viel zu viel injiziert, was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste. Ich hatte plötzlich Schlauchbootlippen“, erinnert sich die 34-Jährige. Ein zweiter Termin beim Arzt machte die Sache nur noch schlimmer. „Er sagte, da müsse man einfach noch mehr spritzen, damit es so aussieht, wie ich es möchte.“ Die Hyaluronsäure begann zu verrutschen, Knötchen bildeten sich in den Lippen.

Sicht verändert

Was sich Anna H. als schnelle Problemlösung eines vermeintlichen Makels erhofft hatte, wurde für sie zum Albtraum: „Ich war schon vorher nicht zufrieden mit meinem Äußeren und dann das. Ich habe mich so furchtbar unwohl gefühlt.“ Sie wandte sich an die Ästhetische Chirurgin Jennifer Kager, die mit dem Medikament Hylase das Material über mehrere Monate hinweg auflöste.

„Behandlungen dieser Art werden von vielen Patientinnen und Patienten unterschätzt“, weiß Kager. „Jedem Menschen muss das – wenn auch kleine – Risiko von non-invasiven und minimal-invasiven Behandlungen bewusst sein. Keine Behandlung ist harmlos.“

Anna H. hat aus dieser Erfahrung gelernt, sie versuche sich jetzt selbst mehr zu akzeptieren.

„Meine Sicht auf Beauty-Eingriffe hat sich komplett verändert. Mir war früher nicht bewusst, dass ich mich von einem gängigen Schönheitsideal so unter Druck habe setzen lassen“, sagt die junge Frau.

Ihre Freundinnen warne sie heute vor Leichtsinn. Sie vertraue ihrer neuen Ärztin zwar zu 100 Prozent, dennoch ist sie sich sicher: „Ich würde mir in Zukunft nichts mehr machen lassen.“ mz

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