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freizeit Mode & Beauty
06/22/2021

Style-Knigge für heiße Tage im Büro: "Bitte keine Trekkingsandalen"

Im Sommer tun sich traditionell Stil-Fallen auf. Ein paar modische Anhaltspunkte für den Joballtag.

von Julia Pfligl

Wenn es heiß wird, kann Anziehen zur Herausforderung werden - noch dazu, wenn man trotz 34 Grad stilvoll und passend gekleidet sein soll. Eine Expertin gibt Antworten auf drängende Knigge-Fragen von kurzen Männerhosen bis nackten Füßen.

Wie viel Haut?

Ja, bitte
Die Faustregel lautet: Röcke und Bermudas sollten maximal eine Handbreit über dem Knie enden. Generell schützt (der richtige) Stoff vor Hitze besser als nackte Haut.

Lieber nicht
Spagettiträger, tiefe Dekolletés und Bauchfrei-Looks gehören in die Neunziger oder ins Freibad. Die Haut, die man zeigt, sollte jedenfalls gepflegt sein.

"Wenn das Outfit wirkt, als ob ich lieber am Strand als im Büro wäre, lieber meinen Traummann auf der Stelle verführen würde als Projekte zu bearbeiten, kann das schnell nach hinten losgehen und die geplante berufliche Entwicklung behindern", sagt Stilberaterin Martina Rieder-Thurn von Image Consulting. "Es versteht sich also von selbst, dass zu kurze Röcke und Hot Pants, zu tief ausgeschnittene bzw. schulterfreie Oberteile und Flip Flops nicht geeignet sind, um durch Seriosität und Vertrauenswürdigkeit im Job zu punkten."

Kurze Hosen

Ja, bitte
Nackte Männerwaden – ein ewiger Streitfall und eine Frage der Branche. In kreativen Berufen können trendige Bermudas kombiniert mit luftigen Hemden und leichten Stoffschuhen sehr lässig wirken, sagt Rieder-Thurn. 

Lieber nicht
Kurze Herrenhosen sollten keinesfalls unter dem Knie enden. Im Bankbereich, in Kanzleien und anderen sehr formellen Berufen bleiben sie ein No-go.

Der gute Stoff

Ja, bitte
Auch die für die Jahreszeit passenden Materialien zeugen von gutem Stil. Dazu zählen bei hohen Temperaturen dünne Baumwolle, Leinen, luftige Viskose oder fließende Seide. Helle Basisfarben wie Hellgrau, Sand oder Weiß unterstreichen den Sommer-Look.

Lieber nicht
Materialien wie dicker Strick, Schurwolle und Cordhosen bzw. -sakkos sollten bis zum Herbst eingewintert bleiben.

Unten ohne

Ja, bitte
Rieder-Thurn empfiehlt grundsätzlich einen  „beschuhten“ Bürolook. „Leichtere Materialien – zum Beispiel Stoff statt Leder – sind auch bei den Schuhen ein Garant dafür, die Coolness den ganzen Tag über zu bewahren“.

Aber auch hier gibt die Branche den Dresscode vor. "Im Casual Business – das betrifft Handwerker, Baubranche, Pädagogen, EDVler usw. - darf es schon mal sportlich-legerer sein. Und die Kreativbranche, wie Werbeagenturen, Architekten oder Mitarbeiter in der Modebranche, zeigen – gerne auch mit Sandalen bei Damen und Herren – wie modisch up to date sie sind."

Lieber nicht
Schlapfen – es sei denn, sie sind ein Style-Statement – machen tendenziell keinen schönen Gang und passen besser in den Garten. Und: "Bitte keine Trekkingsandalen."

Sneakers & Socken

Ja, bitte
„Auch, wenn in höheren Positionen  Lederschuhwerk getragen wird, sind in vielen Bereichen Sneakers aus dem Joballtag nicht mehr wegzudenken“, sagt Rieder-Thurn.  Je edler alles wirken soll, desto schlichter und einfarbiger sollten die Sneaker sein. Und jedenfalls top gepflegt. "Vom Kopf nach unten farblich dunkler zu werden, wirkt immer formeller und eleganter, sich nach unten farbiger oder heller zu 'entwickeln' ist nicht falsch, wirkt aber in jedem Fall viel sportlicher."

Lieber nicht
Mit Sport-Schuhen sowie Socken gewinnt man keinen Style-Preis.

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