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freizeit Mode & Beauty
08/20/2020

Handhygiene-Mittel im Test: Welches zieht schnell ein und pickt nicht?

Sechs KURIER-Redakteure testeten sich durch diverse Mittelchen für saubere Pfoten.

von Maria Zelenko

Es war vor nicht allzu langer Zeit, als Handhygiene-Sprays in Reisegröße noch all jenen vorbehalten schienen, die es mit der Sauberkeit ihrer Hände und diverser Oberflächen manchmal einen Hauch zu genau nahmen. Was Anfang des Jahres kaum jemand ahnen konnte: Mittlerweile wird das Hygienemittel ebenso selbstverständlich aus Handtaschen oder Mittelkonsolen gezückt wie Handcreme und Handy.

Auch wenn sie kein Ersatz für medizinische Desinfektionsmittel sind: Für die Reinigung ohne Wasser scheint es fast so viel Auswahl wie in der Kosmetikabteilung zu geben. Wer nach dem Motto „Wurscht, Hauptsache sauber“ lebt, wird ebenso angesprochen wie Fans edler Verpackungen.

KURIER-Redakteure haben ihre Hände geopfert, um Produkte für jedes Geldbörserl zu testen. Wie schnell ziehen sie ein? Und welches duftet besonders gut? Unsere frisch gereinigten Finger haben in die Tasten gehaut.

"Hand Cleansing Gel" von Compagnie de Provence

Der französische Hersteller lockt auf der Verpackung trotz (für einen Augenblick deutlich wahrnehmbaren) hohem Alkoholgehalt mit  pflegender Hyaluronsäure sowie Vitamin E. Meinen Händen gefällt’s: Zieht schnell ein und hinterlässt  ein Gefühl, wie nach einer leichten Handcreme. Auch der zarte Duft stimmt zufrieden: Wenn schon heuer kein Urlaub in der Provence, dann zumindest eine Handreinigung, die olfaktorisch für ein paar Sekunden nach Südfrankreich entführt. Maria Zelenko

100ml um ca. 8,99 Euro (bei Marionnaud)

"Ananda Pure Hand Gel" von Micallef

Hygienespray? Igitt! Denke ich und finde Art & Perfume auf dem Schreibtisch. Nur das winzig  vermerkte "Ethanol" verrät den keimtötenden Zweck, der im Mäntelchen von Pfirsich, Birne, Ylang-Ylang, Vanille & Rose daherduftet. Ich lerne, dass M. Micallef für Martine Micallef steht, die  an der Côte d’Azur Parfums in handgefertigten Flakons produziert. Arabischen Königshäusern gefällt es. Meine arbeitenden Hände irritiert die orientalische Note. Ansonst: zieht rasch ein, hält lang an und pickt. Susanne Mauthner-Weber

60 ml ca. 7 Euro (bei Nägele & Strubell)

"Handspray Purif-i" von Susanne Kaufmann

Das  Wässerchen von Susanne Kaufmann hat weder olfaktorisch noch optisch etwas mit der landläufigen Vorstellung eines medizinischen Desinfektionsmittels gemein.  Darum wird es offiziell auch als pflegendes Hand-Tonic angepriesen. Der auf natürlichen Inhaltsstoffen basierende Spray besticht mit dezenter Zitrusnote und bewahrt durch Seidenproteine auch sensible Händchen vorm Austrocknen. Doch nicht nur innere Werte zählen: Das Verpackungsdesign ist besonders elegant. Elisabeth Mittendorfer

75ml um ca. 17 Euro

"Dew of Dawn" von Haan

Ganz ehrlich, für Bobos wie mich ist die Frage, ob dieses Handhygienemittel desinfiziert mehr als zweitrangig. Ihr müsst die Augen der anderen Alpha-Tiere gesehen haben, als ich das gut in der Hand liegende Dew of Dawn lässig wie früher ein Packerl Tschick oder heute ein Smartphone der nächsten Generation auf den Kaffeehaustisch geknallt habe! Alle hatten Augen dafür! Lässig verriet ich ihnen, dass ich sechs Euro dafür geblecht habe. Ach ja, verwendet habe ich es auch. Klebrig war es nicht. Uwe Mauch

30 ml um ca. 5,90 Euro (bei Müller Drogerie)

"Hygiene Handgel" von Balea

Eine Mischung aus Arztpraxis und Zitruserfrischungstuch – diese Assoziation hat man beim Öffnen der Flasche.   Nicht für jeden ein Wohlgeruch. Wie bei vielen günstigen Hygienemitteln bleibt auf der Hand für längere Zeit ein klebriger Film haften. Das ist im klimatisierten Büro schon nicht sehr angenehm –  wer in einer heißen Straßenbahn sitzt, den stört es wohl noch mehr. Fazit: Für den Preis in Ordnung, doch Hände waschen ist da wohl die angenehmere Alternative. Für mich jedenfalls. Ute Brühl

50ml um ca. 95 Cent

"Hand-Hygiene" von Staudigl

Beißender Geruch? Fehlanzeige. Stattdessen steigt beim Aufsprühen des Hygiene-Sprays aus dem Hause Staudigl belebendes Teebaumöl-Aroma auf. Der Duft weckt Erinnerungen an die großmütterliche Stube – dort wurde es gegen Kopfweh auf die Schläfen und bei Schnupfen unter die Nase geträufelt. Neben dem Hausmittel findet sich im Produkt der für die Desinfektion benötigte Bio-Alkohol. Leicht rückfettend wirken Aloe vera sowie Lavendel- und Salbeiöl, fürs Frischegefühl sorgt ein Schuss Minze.  Marlene Patsalidis

100ml um ca. 14,90 Euro (bei Staudigl)

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