© Miriam Mehlman

freizeit Mode & Beauty
02/02/2021

Foto-Projekt: Fühle ich mich ohne Make-up auch schön?

Fotografin Miriam Mehlman bat Frauen mit und ohne Schminke vor ihre Kamera.

Was passiert, wenn wir unsere Schutzschicht ablegen, uns der Kamera pur und unverändert nähern und hautnah zeigen, wer wir sind? Dieser Frage widmete sich die Wiener Fotografin Miriam Mehlman im Zuge des Fotoprojekts "Abgeschminkt".

Mehlman rief in den sozialen Medien Frauen dazu auf, sich sowohl geschminkt als auch ungeschminkt ablichten zu lassen. Der Schritt vor die Kamera sei immer auch ein Schritt aus der Komfortzone und ein Bruch mit dem vertrauten Spiegelbild, beschreibt die Fotografin ihre Intention. Es sei ein "mutiges Experiment, das starke Frauen zur Auseinandersetzung mit Facetten und Anteilen ermuntert, die (Profi-)Kameras in der Regel verborgen bleiben".

 

"Hätte ich nicht gedacht"

 

Wie fühlt es sich also an, sich ganz ohne Mascara, Puder und Lippenstift zu präsentieren? "Etwas unbehaglich war mir schon dabei, mich so ganz 'nackt' zu zeigen", schrieb eine der Teilnehmerinnen an Mehlman. "Ungeschminkt fühlte ich mich nicht so ganz wohl, du hast mich zum Lachen und Strahlen gebracht und dafür danke ich dir sehr. Deine bestärkenden Worte haben mir Mut gemacht. Beim Rausgehen dachte ich nur: Ich war jetzt unglaublich mutig und habe mich gezeigt, so wie ich wirklich bin, mit all meinen kleinen Fehlern, Äderchen und Falten!"

"Ich muss gestehen, jetzt hatte ich doch ein bissi Angst, mir die Fotos anzusehen und hab mich etwas geziert. Obwohl ich natürlich gleichzeitig schon ur gespannt war. Die 'Angst' war aber total unbegründet - sie sind toll geworden! Mir gefällt sogar das Ungeschminkte richtig gut. Hätt ich echt nicht gedacht!"

Auch Aktivistin und Autorin Nunu Kaller meldete sich bei der Fotografin. "Ich war noch nie eine, die sich gerne viel schminkte, fühlte mich daher auch beim Shooting sehr viel wohler, als die Pampe wieder unten war", schrieb sie nach der Veröffentlichung der Fotos auf ihrem Facebook-Account. "Miriam erzählte mir, wie unterschiedlich sie die Frauen erlebte, manche fühlten sich im Unterschied zu mir MIT Makeup viel wohler. Ich find das sehr spannend, weil's in meine Beobachtungen einzahlt, warum man sich schminkt. Manche wollen betonen (...), manche wollen kaschieren, manche fühlen sich geschützt durch Makeup, manche wollen eine Maske aufziehen, manche wollen eine andere Rolle annehmen, manche wollen bildlich sich selbst schmücken."

Kaller resümiert: "Alles ist ok. Jede darf, wie sie will."

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