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freizeit Mode & Beauty
03/20/2021

Diese Frauen stecken hinter den Kostümen von "The Masked Singer"

Wenn heimische Promis zu Germknödel und Babyelefant werden, sind die Kostümbildnerinnen Gerti Rindler-Schantl und Devi Saha dafür verantwortlich.

von Maria Zelenko

Wird es der Babyelefant, die Donaunymphe oder doch die Gelse? Am kommenden Montag fällt im Finale der Puls-4-Show „The Masked Singer“ die Entscheidung über die beste Stimme – und somit auch das Sieger-Kostüm.

Wer das Rennen machen wird, wissen Gerti Rindler-Schantl und Devi Saha bereits. Die beiden Frauen von „Die Viecherei“ sind bereits zum zweiten Mal für die ausgefallenen Verkleidungen der teilnehmenden Promis zuständig. Es handelt sich nicht um eine Live-Übertragung, das Finale ist somit schon im Kasten. Dementsprechend entspannt wirken die beiden beim KURIER-Besuch in ihrem Wiener Atelier. „Jetzt bin ich überhaupt nicht mehr nervös, bei der Aufzeichnung aber sehr“, sagt Rindler-Schantl. „Ich leide mit jedem und jeder mit, je länger die Staffel dauert.“

Beide sind Vollprofis: Wer es beim Versuch, einen Promi-Namen vorab zu erfahren, mit Fangfragen probiert, stößt auf Granit. Rindler-Schantl: „Mein Mann hat das während der ersten Staffel noch probiert, hat aber schnell kapiert, dass mir nichts auskommt.“

Challenge Germknödel

Umso lieber spricht das Design-Duo über die Entwicklung der Kostüme. Man habe die volle Freiheit vom Sender bekommen, mit nur einer Vorgabe: Die Kreationen sollten einen Österreichbezug haben. So fand sich heuer auch die Pandemie-Maßeinheit in Form des Babyelefanten in der Show wieder. Saha: „Wir haben zuerst überlegt, ob das so eine gute Idee ist, weil er schon so negativ behaftet war. Aus dieser schlechten Ecke wollten wir ihn dann aber rausholen.“

Als wahre Challenge entpuppte sich die Idee, einen Germknödel auf die Bühne zu bringen. „Alleine schon wegen der Proportionen, weil er ja breiter als hoch ist. Er hatte keine Beine, musste aber trotzdem beweglich sein.“

Dass nicht das kleinste Bisschen Haut der Stars, die in den Kostümen stecken, zu sehen sein darf, sei laut Saha einer der größten Unterschiede zu anderen Aufträgen: „Beim Theater kann man für eine bessere Tonqualität einfach den Mund ausschneiden. Das geht hier natürlich nicht.“ Eine weitere Herausforderung seien die Kostümköpfe: „Die Promis müssen sie selbst leicht abnehmen können.“

Hat man da nicht Angst, dass der Kopf bei einer unbedachten Bewegung auf der Bühne abfallen und (wie kürzlich im Halbfinale der deutschen „The Masked Singer“-Version durch eine technische Panne passiert) vorzeitig enttarnen könnte? „Nein, das kontrollieren wir ganz genau.“

Nicht erschrecken

Apropos Deutschland. So manches Medium unseres Nachbarn bezeichnete zu Beginn der aktuellen Staffel die Kostüme als „furchterregend“ und „verstörend“. Die Donaunymphe wurde gar mit einer Wasserleiche verglichen. Für die Wienerinnen kein Grund, an ihrem Konzept zu zweifeln. „Wenn man allen gefallen will, macht man etwas falsch“, sagt Rindler-Schantl. Absichtlich erschrecken haben sie nicht wollen. Saha: „Und jetzt sieht man: Es kommt nicht automatisch nur das süßeste Kostüm ins Finale. Wer gewinnt, hat ganz andere Gründe.“

Sowohl Gerti Rindler-Schantl als auch Devi Saha haben seit vielen Jahren kein TV-Gerät mehr. Die Übertragung des Finales am Montag werden sie sich dennoch nicht entgehen lassen. Rindler-Schantl schmunzelt: „Ich hätte manchmal schon auf das Einschalten vergessen. Aber auf meinen Mann ist Verlass. Der lässt sich das nicht entgehen.“

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