© Svens Sohn

freizeit
09/24/2021

Marlene Auers Lokalkritik: Sven’s Sohn am Alsergrund

Im Servitenviertel serviert Peter Pruskasbodenständige österreichische Küche im Wohnzimmer-Ambiente.

von Marlene Auer

Er könnte Bücher schreiben: Peter Puskas’ Gastronomen-Karriere führte ihn vom Knappenhof (der nun ja wieder neu übernommen wurde), wo er fast ein Vierteljahrhundert werkte, über das „Push in Bistro“ ins „Kanzleramt“, einem In-Beisl im Wiener Regierungsviertel, bei dem sich etwa Viktor Klima, Wolfgang Schüssel und Co. die Klinke in die Hand gaben. Vier Kanzler-Perioden lang war er dort Wirt, „insgesamt habe ich fünf Kanzler verbraten“, wenn auch nicht alle bekocht, sagte Puskas alias „Puschi“ vor rund zehn Jahren, als er dieses Lokal schloss.

„Die Freude an den Gästen habe ich aber nie verloren“, sagt er heute und das ist wohl der Grund, warum er 2013 doch noch einmal ein Restaurant eröffnete – und dort bodenständige österreichische Küche serviert. Die kann sich nach wie vor sehen oder besser gesagt schmecken lassen: Die Erdäpfelsuppe mit frischen Steinpilzen ist nicht zu dick und nicht zu dünn, gut gewürzt und hinterlässt ein wohlig-warmes Gefühl im Bauch. Wahrer Klassiker ist aber das Reisfleisch mit Salat, mit saftigen Stücken und cremiger Konsistenz – wohl wegen des Schlagobers, das auch in den Risotto-Gerichten verarbeitet wird, wie er verrät. Manche meinen, es sei das beste Reisfleisch der Stadt.

Hoffen wir, dass es das noch lange geben wird. Denn bald soll es tatsächlich so weit sein, und Puskas will leiser treten. Es gebe nur noch keinen Nachfolger, der in Frage komme. Die Linie sollte er oder sie schätzen und fortführen. Und Freude am Bewirten haben. Das aber wollen die Gäste sicherlich auch.

Bewertung: 
Essen 45 von 50
Service 9 von 10
Getränke 13 von 15
Ambiente 23 von 25
Gesamt 90 von 100

Berggasse 28, 1090 Wien, svenssohn.at

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