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Umfrage: So (un-)beliebt ist das Homeoffice

Sieben von zehn Betroffenen mit Homeoffice sind zufrieden - Frauen mehr als Männer.

von Maria Zelenko

08/06/2020, 01:46 PM

Es ging Knall auf Fall: Homeoffice, von vielen Arbeitgebern ungern gesehen, wurde im Zuge der Krise von einem Tag auf den anderen zur Normalität. Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) hat sich nun die Auswirkungen des Berufsalltags auf Arbeitnehmer genauer angesehen.

Eine Umfrage ergab, dass sieben von zehn Menschen mit dem Homeoffice zufrieden waren. Bei rund 40 Prozent der Arbeitnehmer war das Verrichten ihrer beruflichen Tätigkeiten von zu Hause aus möglich - 84 Prozent davon nützten diese Alternative auch.

Für 12 Prozent negativer Effekt

Viele mussten in ihren eigenen vier Wänden jedoch noch einen weiteren Job erledigen: den der Kinderbetreuung. 4 von 10 Betroffenen sagten in der ÖGB-Umfrage, dass Homeoffice zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf führe. Frauen sehen die Vereinbarkeit etwas mehr gegeben. 

Bei der Frage nach der Auswirkung der Coronakrise seit Beginn Mitte März auf die partnerschaftliche Aufteilung von Haushalt und Kinderbetreuung zeigten sich unterschiedliche Folgen: Für 13 Prozent hatte die Krise diesbezüglich einen positiven, für 12 Prozent einen negativen Effekt. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer äußerten auch ihre Sorge um Kinderbetreuung in den Ferien: Das liege zum Teil daran, dass Resturlaub und Zeitguthaben während der Coronakrise aufgebraucht werden mussten.

Corinna Schumann, Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende des ÖGB, warnt: "Auch wenn es vielleicht praktisch erscheint – Homeoffice und Kinderbetreuung gehen auf Dauer nicht. Es darf nicht dazu führen, dass die Kinderbetreuungsangebote nicht ausgebaut werden. Wir brauchen einen raschen Ausbau des flächendeckenden, ganztägigen Betreuungsangebots.“

Davon, dass sich auch in Zukunft der Arbeitsalltag vermehrt im eigenen Heim abspielen wird, ist die Hälfte der Befragten überzeugt. 46 Prozent glauben, dass ihr Arbeitgeber auch künftig Homeoffice verstärkt möglich machen wird. Der ÖGb fordert hier klare Regeln, damit Beschäftigte nicht ständig auf Abruf stehen.

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