© instagram/Sarah K. Benning

freizeit Leben, Liebe & Sex
03/24/2021

Töpferst du noch oder stickst du schon? Warum jetzt alle sticken

Daheim wird jetzt gestickt – auf T-Shirts und Pullis. Und George Clooney flickt die Kleider seiner Frau.

von Christina Michlits

Die vage Erinnerung an die ersten, meist uninspirierten Stickversuche in der Volksschule lässt bei vielen zunächst wenig Begeisterung für das alte Kunsthandwerk aufkommen. Kreuzstich, Rückstich, Schlingstich – was vor einigen Jahren als altbacken galt, ist gerade zum Trend avanciert – während der Lockdowns muss man sich daheim schließlich irgendwie die Zeit vertreiben.

Nachdem man sich schon die Obstschale selbst getöpfert hat und das perfekte Sauerteigbrot in der eigenen Küche zubereiten kann, gilt nun auch das Sticken als hippe Beschäftigung.

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Fans auf Social Media

Eine Flut an Anleitungen, kreativen und witzigen Ideen finden sich auf Online-Plattformen wie Pinterest und Instagram, die nur mehr wenig mit den langweiligen Werken der Schulzeit gemein haben.

Vom coolen Spruch bis zu Burger, Kaffeekannen, Blumen oder abstrakten Entwürfen ist alles zu finden. Bloggende „Do-it-yourself“- Mamas zeigen aufwendige Stickbilder fürs Kinderzimmer, die jüngere Generation pimpt damit lieber alte T-Shirts auf.

Auf Instagram zeigt auch Stefanija Pejchinovska als „_damaja_“ ihre Stick-Kunstwerke und erfreut damit fast 100.000 Follower: „Nach so viel Zeit am Computer brauchte ich irgendwas, dass ich mit meinen Händen machen konnte“, erzählt die gelernte Architektin von ihrem Einstieg. Ihre Designs, die vor allem durch Fotos und Filme inspiriert sind, werden vielfach kopiert. Die Sticharten hat sich die Berlinerin selbst beigebracht, auch wenn ihre Oma schon leidenschaftlich gerne gestickt hat. Inzwischen gibt es sogar Kooperationen mit Modelabels – eigene verzierte Pullover und Hemden verkauft sie ab 100 Euro.

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Sticken als Kunst im noch weiteren Sinne zeigt Sheena Liam. Die malaysische Künstlerin entwirft unter anderem menschengroße Stickereien. Promis wie Gigi Hadid gehören zu den Fans von Liam, die kürzlich auch mit dem Luxuslabel Christian Dior zusammengearbeitet hat.

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Sew Brother: George Clooney näht

Zudem entdecken immer mehr Männer ihre Leidenschaft fürs Sticken, Nähen oder Stricken. Was vorher äußerst stereotyp nur der Frau zugeschrieben wurde, bereitet nun auch Typen wie George Clooney Freude, die öffentlich geteilt wird: „Ich nähe die Kleidung der Kinder und habe auch schon das Kleid meiner Frau mehrmals geflickt“, erzählte der Hollywoodliebling kürzlich.

In England hat die Riege der männlichen Näher mit „Sew Brothers“ sogar schon eine eigene Bezeichnung. Während der Anleitungsblog der Nähmaschinenhersteller Bernina vor dem Lockdown um die 20.000 Zugriffe täglich hatte, sind es heute mehr als 100.000 Aufrufe am Tag. Mediensprecher Matthias Fluri: „Wir merken deutlich, dass sich mehr Menschen für das Nähen interessieren. Es ist eine Möglichkeit, sich kreativ zu betätigen, etwas Eigenes, Schönes anzufertigen.“

Nachhaltig kreativ

Das immer stärker werdende Umweltbewusstsein der Gesellschaft ist wohl mit ein Grund für den Boom. Immerhin ist selbst gemachte Kleidung nachhaltig – egal ob das Resultat wie vom Profi aussieht, oder mit ein paar Schönheitsfehlern ebenso stolz getragen wird.

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