In den USA kurbelt Halloween die Wirtschaft an.

© APA/AFP/FREDERIC J. BROWN

freizeit Leben, Liebe & Sex
10/27/2020

Halloween: Das Gruselfest lässt die Kassen klingeln

Die USA sind trotz Corona in Partylaune. Auch Österreich macht gute Geschäfte mit „Süßes oder Saures“.

von Angelika Ahrens

„Und hier sind meine Toten!“ Cheryl Seward ist stolz auf ihre Halloween-Dekoration. Totenköpfe und Skelette aus Kunststoff säumen den Weg zu ihrem Haus. Landesweit spannen sich derzeit Spinnweben und riesige Plastikspinnen über Amerikas Vorgärten und Stadthäuser, Stoff-Gespenster hängen in den Bäumen. Geschnitzte Kürbisse leuchten in die Nacht und zeigen, dass „Trick or Treat“ in diesem Haus willkommen ist.

Der Halloween-Brauch „Süßes oder Saures“, bei dem Kinder am 31. Oktober um Süßigkeiten betteln oder sonst Streiche spielen, ist auch in Österreich auf dem Vormarsch. Im vergangenen Jahr haben die Geschäfte von Wien bis Bregenz mehr als 49 Millionen Euro umgesetzt. Die Palette reicht von Naschzeug über Computerspiele bis zu Schminkutensilien und Kostümen. Heuer bremsen steigende Corona-Zahlen die Umzugslaune. Erst jüngst appellierte Gesundheitsminister Rudolf Anschober, in den Herbstferien möglichst zu Hause zu bleiben und Halloween heuer auszulassen.

Die USA freilich bleiben das Mekka für Halloween-Fans. So lud Präsident Donald Trump kürzlich Kinder zum Grusel-Empfang in den Garten des Weißen Hauses. In New York hat das Schaudern immer Saison. Das Geschäft Halloween Adventure kreiert und verkauft das ganze Jahr über gruselige Verkleidungen. Hierhin pilgern auch die Stars aus Musik, Mode und Film. Laut „Halloween Adventure“ sind u. a. schon Yoko Ono, zu Lebzeiten David Bowie oder Chloe Sevigny und Naomi Campbell hier gewesen.

Queen of Halloween

Die Queen des Halloween ist zweifelsohne Heidi Klum. Alle Jahre wieder warten Fans gespannt darauf, welches Kostüm sich Verkleidungskünstlerin Klum einfallen lässt. Doch aus ihrer Gruselparty wird heuer nichts werden. Das Topmodel stellte auf Instagram klar, dass bei ihr an Halloween 2020 nicht gefeiert wird – zumindest nicht im großen Stil. Neben Maskenpflicht und Abstandsregeln gilt beispielsweise in New York, wo Heidis Halloweenparty letztes Jahr stattfand, ein Partyverbot. Dafür hat Grusel-Klum den Oktober zu „Heidi’s Hounted Month“ (Spukmonat) ausgerufen und schockt mit einem Video als Gruselclown, der erst zu Halloween geweckt werden will.

Top Ten Kostüme

Clowns, Hexen aber auch Fortnite, das beliebteste Videospiel der Welt, und Comic-Helden wie Spider-Man oder Harley Quinn sind laut Google-Trends „Frightgeist“ derzeit die Top Ten-Verkleidungen. Über die Jahre ist Halloween von einer Gruselnacht für Kinder zu einem Milliardengeschäft geworden. Viele lassen sich auch heuer den Spaß nicht verderben. Wer in den USA feiert, plant im Schnitt 78 Euro auszugeben, fünf Euro mehr als im Vorjahr.

In Österreich sind laut Wirtschaftskammer (WKO) dafür im Vorjahr im Schnitt 25 Euro ausgegeben worden. Halloween gehöre aber neben Weihnachten, Ostern und Muttertag, mittlerweile zu den Top-Umsatzbringern im Jahr und hole auf, so die WKO und sei vor allem bei Jüngeren beliebt.

Dabei ist das Kultfest in den USA eigentlich ein Import aus Europa. Doch ob der Ursprung auf katholische Bräuche im alten Irland oder auf den keltischen Glauben zurückgeht, darüber scheiden sich die Geister. Fix ist, dass irische Einwanderer die Halloween-Tradition mit in die USA gebracht haben. Und: In allen Kulturen gilt Halloween seit jeher als Fest der Geister und Toten.

Der Kürbis-Brauch geht auf die Legende zurück, wonach sich der irische Schurke Jack Oldfield mit dem Teufel angelegt hat und nach seinem Tod mit einer Laterne herumziehen musste bzw. mit einer ausgehöhlten Zuckerrübe und einer Kerze darin. Daraus ist dann der Kürbis geworden und er ist heute das Symbol schlechthin für Halloween, ursprünglich All Hallows’ Eve, der Abend vor Allerheiligen.

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