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04/30/2021

Das ist laut einer Studie der beste Platz im Großraumbüro

Entscheidend ist vor allem, wie viele Tische sich im eigenen Sichtfeld befinden.

Noch zwingt die Corona-Pandemie viele Beschäftigte ins Homeoffice. Bei der Rückkehr ins Büro sollten sie vielleicht einen prüfenden Blick auf den eigenen Sitzplatz werfen - zumindest, wenn er sich in einem Großraumbüro befindet. Laut einer Wie Forscher an der University College London nun im Fachblatt Plos One berichten, ist für zufriedenes, produktives und
teamorientiertes Arbeiten darin unter anderem wichtig, was sich im eigenen Sichtfeld befindet.

Das Team um die Architektin Kerstin Sailer analysierte 2018 vier Etagen der Londoner Zentrale eines internationalen Technologieunternehmens. Zum einen wurden die Mitarbeiter zur Zufriedenheit mit ihren Arbeitsplätzen befragt, zum anderen wurden Informationen über die Sitzpositionen aller Teilnehmer erhoben. Die Auswertung ergab, dass Mitarbeiter mit einer höheren Anzahl von Schreibtischen in ihrem Blickfeld ihre Arbeitsplatzumgebung weniger positiv bewerteten. Ein Grund dafür, so die Autoren, könne sein, dass die verstellte Sicht ablenkend wirke und es schwieriger sei, mit Kollegen zu sprechen, ohne andere zu stören.

Mangelnde Kontrolle

Ebenso empfanden es die Mitarbeiter als negativ, wenn ihre Schreibtische vom Hauptraum abgewandt standen und sich in ihrem Rücken viele Kollegen befanden. Hier vermuten die Forscher, dass eine solche Sitzposition zu einem Gefühl mangelnder Kontrolle über die Umgebung führen könnte. Befragte dieser beiden Gruppen neigten insgesamt auch dazu, Aspekte der Teamarbeit wie den Austausch von Informationen mit anderen, die Teamidentität und den Zusammenhalt
negativ zu bewerten.

Im Gegensatz dazu schätzten sich jene Mitarbeiter, die dem Raum zugewandt saßen und relativ wenige Schreibtische in ihrer Sichtlinie hatten, als konzentrierter und produktiver ein und ihre Teams als besser verbunden. Ebenso positiv wirkte sich ein Fensterplatz aus: Die entsprechenden Mitarbeiter fühlten sich produktiver und konzentrierter als diejenigen, die an Wänden saßen.

Allerdings hatte die Studie nur eine Rücklaufquote von 16 Prozent. Zudem leiteten sich die Erkenntnisse lediglich aus einer einzigen Firma ab. Entsprechend seien weitere Untersuchungen nötig, schreiben die Autoren. Insgesamt berichteten Mitarbeiter in kleineren Großraumbüros über eine höhere Zufriedenheit mit dem Zusammenhalt im Team, dem Austausch von Informationen mit Kollegen, der Konzentration und dem produktiven Arbeiten. Konkret empfehlen die Wissenschaftler auch die Gestaltung kleinerer und intimerer Bereiche.

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