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freizeit Fragen der Freizeit
06/08/2021

Warum hüpfen Katzen so gerne in Kisten?

Unzählige Videos im Internet zeigen: die Tiere lieben enge Kartons. Und das hat mehrere Gründe.

von Daniel Voglhuber

Wenn sie nicht so hervorragend, knuffig und liebenswert wären, man könnte leicht behaupten, Katzen wären ganz schön komisch.

Da ist von einem Tag auf den anderen der Fauteuil, in dem sich der Miezekater in den Schlaf schnurrte, nicht mehr interessant. Sondern der Schoß jenes Familienmitglieds, das vorgibt, Katzen nicht wirklich zu mögen. (Wie kann man die nicht leiden? Das wäre bei unerzogenen Hunden verständlich. Ja, hier schreibt ein erklärter Katzenfreund. Und wenn wir schon dabei sind: die Beatles waren besser als die Stones.) Das Futter, das so gemundet hat, schaut das Viech auch nicht mehr an.

Und was wir seit Bestehen des Internets gefühlt unzählige Male gesehen haben: Die meisten Katzen zwängen sich gerne in Körbe, Kisten und Kartons, die ihnen eigentlich zu klein sind. Die soll einer verstehen.

Zumindest zu letzterem Phänomen gibt es seit einigen Jahren wissenschaftliche Erklärungen. Claudia Vinke von der Universität Utrecht und ihr Team haben herausgefunden, dass die Tiere so Stress loswerden und sich sicher fühlen. Die Forscher gaben einigen Katzen, die neu in ein Tierheim kamen, eine Kiste als Rückzugsort in den Käfig. Die anderen sollten sich ohne Box an die neue Umgebung gewöhnen.

Entspanntere Tiere

Jene, die sich zurückziehen konnten, zeigten sich früher entspannter. Und sie ließen sich schneller von Menschen streicheln. „Das Verstecken ist eine Strategie der Spezies, um mit Veränderungen in der Umwelt oder Stressfaktoren umzugehen“, teilte Vinke der Zeitschrift Wired mit. Übrigens: Es muss kein realer Karton sein, damit sich die Tiere wohlfühlen. Es reicht eine optische Täuschung. Das steht in der kürzlich erschienenen Studie mit dem tollen, grammatikalisch eher unkorrekten Namen „If I fits I sits“ (Wenn ich reinpasse, dann sitze ich).

Was dazu kommt, Katzen lieben es warm. Laut einer Studie des Research Council fühlen sie sich bei Temperaturen zwischen 30 und 36 Grad Celsius richtig wohl. Und auf kleinem Raum wird es schnell gemütlich.

Verständlich, eigentlich. Gut, dass niemand eine einfache Erklärung zu Schrödingers Katze verlangt hat. Die sitzt ja auch in der Kiste.

Hier schreiben Autoren und Redakteure abwechselnd über Dinge, die uns alle im Alltag beschäftigen.

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