© Getty Images/iStockphoto/ajkkafe/IStockphoto.com

freizeit Family
02/10/2020

Beißringe im Test: Welche schaden dem Baby?

3 von 20 Produkten können Krebs erregen, bemängelte die Zeitschrift "Öko-Test". Besonders heikel war der antibakterielle Beißring.

Wenn das Baby zahnt, tut man alles, damit es ihm bessergeht. Die Zeitschrift "Öko-Test" analysierte jetzt 20 Produkte, ob sie schädlich für die Babys sind. Die Mehrheit sei empfehlenswert, aber bei drei Produkten wurden krebsverdächtige Stoffe nachgewiesen. Von 20 Zahnungshilfen erhielten 14 die Noten "sehr gut" oder "gut". Dabei waren auch vier Beißringe ganz ohne ohne Silikon und Plastik.

Die Hälfte wurde sogar mit sehr gut bewertet. Zu den besten Produkten zählte auch das Billigste: ein Beißring von babylove um 1,35 Euro aus Kunststoff. Anspruchsvolle Eltern setzen eher auf Holz, Stoff oder Kautschuk: Diese Produkte kosten im Test bis zu 17,95 Euro wie der Greifling von Efie.

Zuerst wurde im Labor getestet, ob die Ringe Kanten oder Spitzen aufweisen, an denen sich das Baby verletzen kann, ob sich Kleinteile lösen oder die Kammern mit der Kühlflüssigkeit aufplatzen können. Zudem wurde überprüft, ob die Produkte ausfärben, wenn sie mit Speichel oder Schweiß in Berührung kommen. Diesen Test bestanden alle 20 Beißringe ausnahmslos.

Mangelhaft

Nicht zufrieden waren die Tester mit den Einzelprodukten Müller, Rossmann und Haabermaaß. In zwei Produkten wurde ein stark erhöhter Gehalt an Naphthalin nachgewiesen, das im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen (hier finden Sie die genaue Auflistung). In einem anderen fanden die Tester den Farbstoffbaustein Anilin, der sich laut Konsumentenschützern im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen und daher in Babys Mund rein gar nichts zu suchen habe.

Kritisch sehen die Konsumentenschützer auch die "silberbasierte antimikrobielle Technologie: Denn durch die antibakterielle Ausrüstung von Gebrauchsgegenständen mit Silber erhöhe sich die Gefahr, dass sich silberresistente Bakterienstämme bilden, warnen sie, und raten, darauf so weit wie möglich zu verzichten.

Für die Verwendung geben die Experten der Arbeiterkammer einige Tipps:

Richtig kühlen Oft heißt es, man soll den Beißring in den Tiefkühler legen, damit er beim Draufbeißen das Zahnfleisch kühl. Aber Achtung: Tiefgefroren ist es zu kalt, besser ist es im Kühlschrank, sonst kann das Babys Zahnfleisch verletzen.
Richtig reinigen Beim Reinigen nur mit warmem Wasser abspülen, alles Heißere kann das Material beschädigen.
Richtig wegwerfen Beißringe sollen regelmäßig auf Abnutzung geprüft werden. Bei Anzeichen
von Schäden lieber weggeben, weil poröses Plastik schädlich ist.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.