© Charly Fresh

freizeit Essen & Trinken
04/21/2020

Worauf Lokale jetzt bei der Auslieferung achten

In Zeiten von Corona setzen Essens-Zusteller auf verschärfte Hygiene-Maßnahmen.

von Anita Kattinger

Der klassische Restaurant-Besuch hat sich etwas gewandelt: „Herr und Frau Österreicher bestellen zwar ihr Lieblingsgericht, decken aber ihren Esstisch zu Hause und bestellen beim Lieferservice“, erzählt Remah Mohammed von den Wiener Zustellern Charly Fresh und Philly.

Woher er das so genau weiß? „Unsere Zustellungen haben sich in den vergangenen drei Wochen verdoppelt, an manchen Tagen wie dem Sonntag verdreifacht. Früher sind die Menschen am Sonntag essen gegangen, jetzt bestellen sie sich das Erlebnis nach Hause.“ In der Großküche am Karlsplatz kochen drei Mitarbeiter Hunderte Bestellungen in der Woche, demnächst eröffnet das Team eine zweite Großküche für die Bestellungen rund um das weltbekannte Philly Cheese Sandwich. Seit den Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 wurden die Hygiene-Vorschriften verschärft: Alle Mitarbeiter tragen Masken und Handschuhe, die Fahrer müssen zudem Desinfektionsmittel im Auto mitführen.

„Fahrer dürfen keinen direkten Kontakt zu Mitarbeitern aus der Küche haben. Zwischen Theke und Küche gibt es einen Durchgang: Ein Mitarbeiter, der die Bestellungen auch an die Küche weitergibt, holt die fertigen Speisen von der Küche ab und stellt das Sackerl dem Fahrer auf einen Tisch zum Abholen.“

Fahrer, bitte zu Tisch

Neun von zehn Kunden zahlen kontaktlos im Voraus, die anderen wollen noch mit Bargeld zahlen. Der Bote bringt das Essens-Sackerl in einer Warmhaltebox: „Nach dem Läuten stellt er die geöffnete Box vor der Wohnungstür ab und der Kunde nimmt seine Bestellung selbst heraus. Wenn sich mehrere Bestellungen in der Box befinden, greift der Fahrer die Sackerl ausschließlich am Henkel an, stellt sie vor die Wohnungstür und zieht sich mehrere Meter zurück.“

Übrigens gibt das Unternehmen derzeit Hilfestellungen, demnächst wird Charly Fresh das Ausliefern der Bestellungen, die bei der kleinen Wiener Patisserie Crème de la Crème eingehen, übernehmen.

Manche Küchen würden die Türe nur einen Spalt breit öffnen, in letzter Zeit würden ältere Kunden die Fahrer zu einem Plausch hereinbitten: „Auch eine Essenseinladung war unlängst darunter, aber die Fahrer sind angehalten, Abstand zu wahren. Wenn der Kunde Trinkgeld geben will, dann unbedingt aus zwei Armlängen Entfernung.“

Worauf die Wiener derzeit Appetit haben? Auf das Trendgericht Poke Bowl.

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