Österreich muss ohne Krapfen-Emoji auskommen

Emoji-Vorschlag des Bäckers Philipp Ströck
Das Unicode-Konsortium in Kalifornien lehnte den Antrag von Bäcker Philipp Ströck aus Österreich ab.

Die Schweizer haben ihr Fondue-Bildchen, die Amerikaner ihr Donut-Symbol und die Argentinier kämpften erfolgreich für ihre Mate-Teetasse, die Österreicher müssen hingegen weiters auf ein Symbol für "ihre" Krapfen verzichten: Mehr als 105.000 Unterschriften und mehr als 100 Millionen verspeiste Krapfen pro Jahr reichten dem US-amerikanischen Unicode-Konsortium für die Einführung eines neuen Emojis nicht aus. Der Wiener Bäcker Philipp Ströck hatte Anfang Februar ein Faschingskrapfen-Emoji vorgestellt und angekündigt, dessen Lancierung bei der zuständigen Organisation in Kalifornien zu beantragen.

Das Konsortium – Mitglieder sind u. a. Apple, Facebook, Google – lehnte den Antrag aus Österreich ab und begründete sein Nein mit der großen Auswahl an verschiedenen Backwaren-Bildchen, zudem würde sich der mitgeschickte Design-Vorschlag nicht stark genug von anderen "Pastry-Emojis" abheben.

Petition wird weitergeführt

Der Spross der Bäcker-Dynastie will noch nicht aufgeben: "Wir glauben fest daran, dass wir unser Ziel mit noch mehr Stimmen aus der Bevölkerung und den Millionen Krapfenfans erreichen können. Die Relevanz ist ein entscheidender Faktor im Urteil des Unicode-Konsortiums. Gemeinsam können wir diesen Missstand bekämpfen und dem Krapfen sein echtes, eigenes Emoji schenken."

Bis zum nächsten Bescheid der US-amerikanischen "Emoji-Schöpfer" wird es wohl noch ein wenig dauern.

Zum Faschingsdienstag: Unser Satireportal über das auffällige Verhalten der Krapfenhersteller:

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