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freizeit Essen & Trinken
05/03/2020

Muttertagsrezept für Back-Nieten: Eine Gatschtorte für Mama

In einer Woche ist Muttertag – alle Mamas freuen sich über eine selbst gemachte Torte. Aber was tun, wenn es an Talent fehlt?

Tortenbacken gilt als Königsdisziplin - und ist tatsächlich eine Frage der Technik. Das gute Stück darf nicht sitzen bleiben oder nach dem Backen traurig in sich zusammenfallen und es sollte schön fluffig sein. Dafür brauchen Köchinnen und Köche Zeit, Geduld – vor allem aber das gewisse Handerl. Und sie brauchen Verständnis - das fängt schon einmal damit an, dass viele nicht wissen, was der Begriff "dressieren" in der Patisserie zu tun hat. Und dennoch schlägt man beherzt auf, rührt, bäckt und halbiert, man verziert und schmiert. Und dann schaut das gute Stück nicht einmal ansatzweise aus wie dieses Prachtdings aus diesem Koch- und Backblog.  Also was tun, wenn das Torten-Talent zu wünschen übrig lässt, man aber die Mama am Muttertag trotzdem mit mehr als einem fad-trockenen Sandkuchen überraschen möchte? Ganz einfach: Haben Sie Mut zur Einfachheit – und vor allem zum Gatsch. Zumal Torten, die innen flüssig sind, durchaus im Trend liegen und keiner mehr sagen wird: "Die ist aber sitzen geblieben".

Richtig geile Schokotorte

Ein wunderbares Rezept dazu kommt aus Schweden – die „Schwester“ des Brownie nämlich. Die Menschen dort lieben „Kladdkaka“. Das ist eine richtig geile Schokotorte, die innen nicht durchgebacken ist und gerade deshalb so genial schmeckt. Sie zergeht auf der Zunge. Das Wort setzt sich aus den Begriffen „kladdig“ für „klebrig“ und „kaka“ für Kuchen zusammen – das Rezept ist kinderleicht, geht schnell – und das Ergebnis beeindruckt. Am besten wird diese Gatschtorte noch warm gegessen – mit Vanilleeis. Und so richtig muttertags-frühlingshaft schaut das gute Stück aus, wenn es mit frischen Beeren verziert wird, darüber lässt man Staubzucker schneien – fertig ist das Kunstwerk. In der De-Luxe-Version wird die Gatschtorte noch mit einer Schoko-Creme getoppt – und zusätzlich mit bunten essbaren Blüten verziert, etwa frisch gepflückte Gänseblümchen.  Es gibt unzählige Kladdkaka-Varianten zum Ausprobieren: So kann man etwa mit geriebenen Äpfeln den Kakao bzw. die Schokolade im Rezept ersetzen, dazu kommt ein Hauch Zimt. Oder aber man bestreut die Torte mit Kokosflocken. Immer am 7. November eines Jahres feiern die Schweden den Kladdkakans dag – und damit ihre nationale Gatschtorte. Also dann: Smaklig måltid! Was so viel heißt wie: Guten Appetit!

Sollte die Mama allerdings nicht auf Schokolade stehen - macht nix, auch daran haben wir gedacht. Überraschen Sie sie mit einer zitronigen Mama-Mandel-Matschtorte oder, auch nicht schlecht: mit einem saftigen Eierlikörkuchen. Denn wie heißt es so schön: Friede. Freude. Eierlikör.

Kladdkaka: Schwedischer Schokoladenkuchen (für eine Springform, Durchmesser 26 cm)

Zutaten:

150 g Butter, 4 Eier, 340 g Staubzucker, 150 g Weizenmehl, 6 EL Kakao, 1 Packung Vanillezucker, Butter und Semmelbrösel  für die Form. Verschiedene Beeren Himbeeren, Erdbeeren oder Heidelbeeren

Zubereitung:

Backrohr auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Butter langsam schmelzen, beiseitestellen. Springform mit Butter einfetten und mit Semmelbrösel auskleiden. Die Eier mit dem Zucker mischen – aber nicht luftig schlagen. Geschmolzene Butter zugeben, alles verrühren. Das Mehl mit dem Kakao und dem Vanillezucker vermengen und unter die Masse rühren. Die Masse in die Form füllen – gut verteilen. Die Torte auf der mittleren Schiene zwanzig bis maximal fünfundzwanzig Minuten backen. Wichtig ist, dass der Tortenkern  gatschig  bleibt. Torte abkühlen lassen, mit Früchten, z. B. Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, garnieren und mit Staubzucker bestreuen. Dazu passt Schlagobers oder eine Kugel Vanilleeis.

Tipp: Wer die Torte etwas aufpeppen möchte, tut das mit einem Topping – zum Beispiel  aus dunkler oder heller Schokolade sowie Schlagobers. Das nennt sich „Ganache“. Dafür braucht man Schlagobers und Schokolade im gleichen Verhältnis – z. B. je 200 g. Die Schokolade wird in Stücke gebrochen, das Obers in einem Topf kurz aufgekocht.   Dazu kommen nun die Schoko-Stücke, alles wird gut mit einem Schneebesen verrührt, sodass sich die Schokolade auflöst. Diese Masse im Eiskasten auf Kühlschranktemperatur abkühlen lassen,  danach mit einem Mixer oder in der  Küchenmaschine so lange aufschlagen, bis eine steife Creme entsteht. Mit dieser Creme wird die „Torte“ nun bestrichen. Danach wird  sie mit Kakaopulver dick bestreut, darauf kommen die Beeren und als Abschluss feiner Staubzucker.

Eierlikörtorte (für eine Springform von 24 cm Durchmesser)

Zutaten:

4 Eier, zimmerwarm. 200 ml Eierlikör, ebenfalls zimmerwarm, damit der Teig gut bindet.  120 g Mehl, Backpulver, 120 g Speisestärke, 40 g kalte, dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil, 170 g weiche Butter, 130 g Staubzucker, 1/2 Packung Vanillezucker. Butter und Mehl für die Form. Gänseblümchenblüten, Erdbeeren, Himbeeren zum Dekorieren.

Für die Glasur: 200 Staubzucker, 2 EL Eierlikör, 1-2 EL heißes Wasser

Glass of homemade eggnog

Zubereitung:

Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Die Form buttern und mit dem Mehl ausstreuen. Mehlt mit 1 Prise Backpulter und der Speisestärke vermischen. Schokolade grob reiben. Butter mit Zucker und Vanillezucker richtig schön cremig rühren. Eier, Eierlikör und die Mehlmischung abwechselnd nach und nach in die Creme rühren. Zuletzt kommt die geriebene Schokolade dazu. Den Teig in die Form füllen und glatt streichen. Im Backrohr - mittlere Einschubhöhe ca. 40 Minuten backen.

Zuckerglasur: Den Staubzucker mit Eierlikör und Wasser zu einer glatten, streichfähigen Masse verrühren. Allenfalls noch vor dem Auftragen erwärmen. Auf den Kuchen streichen und trocknen lassen.

Mandel-Limoncellokuchen (für eine Springform mit 26 cm Durchmesser)

Zutaten:

200 g gemahlene Mandeln, 1 Biozitrone, 200 g weiche Butter, 1 Packung Bourbon-Vanillezucker, 3 Eier, 100 feiner Maisgrieß, 1/2 TL Backpulver, Salz, 2 EL Limoncello - falls nicht vorhanden geht auch Zitronensaft. Mehl und Butter für die Form.

Zubereitung:

Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Die Form mit Butter fetten und Mehl stauben. Mandeln ohne Fett in einer Pfanne leicht anrösten, danach abkühlen lassen. Die Zitrone waschen, trocken reiben, die Schale fein abreiben. Butter, Zucker und Vanillezucker cremig rühren. Zuerst die Mandeln, dann die Eier - nacheinander - unterrühren. Die Polenta mit dem Backpulver und 1 Prise Salz mischen, mit Limoncello (oder Zitronensaft) und Zitronenschale unter den Teig rühren. Den Teig in die Form gießen und im Backrohr, auf der mittleren Schiene, ca. 40 Minuten backen. Eigentlich ist der Kuchen fertig, wenn die "Garprobe" passt: Dafür sticht man in der Mitte der Torte mit einem Holzstäbchen hinein - wenn kein Teig mehr daran picken bleibt, ist die Torte "durch" - aber wie gesagt: Diese "Torte" darf sehr saftig sein. Abkühlen lassen - und dann mit frisch aufgeschnittenen Beeren, Gänseblümchen und Staubzucker bestreuen. Schmeckt lauwarm herrlich - und mit einem Tupf Schlagobers noch herrlicher.

 

 

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