Wegen ihrer Säure eignen sich Marillen hervorragend für Chutneys, Knödel und Blechkuchen. Ein klassisches Topfenknödel-Rezept finden Sie hier. Seltener, aber nicht minder köstlich, ist Marillen-Eis zu finden.

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freizeit Essen & Trinken
11/18/2020

Knödel-Wissen: Von Halbe-Halbe bis Knedlik

Knödel gehen immer: Kaum ein Gericht ist so vielfältig. Ein kleines Glossar zur Orientierung.

von Ingrid Teufl

Quer durch das Land sind Knödel fixer und höchst beliebter Bestandteil der regionalen Küchen. Über ihren Ursprung wird gern gestritten: Wiener berufen sich gern auf die böhmische Küche, das „Kulinarische Erbe Österreich“ wird hingegen vielmehr im alpinen Raum verortet. Auf jeden Fall findet man „gesottene oder gebackene Ballen“, wie Knödel in einem Kochbuch des späten 19. Jahrhunderts bezeichnet wurden, schon sehr lange in den vielfältigsten Variationen. Zur Orientierung hier ein kleines Glossar.

Topfenteig Durch seine leicht säuerliche Note ideal für Obstknödel. Topfenmassen sind zudem gut verdaulich. Die Zutaten am besten mit dem Kochlöffel vermengen, sonst wird der Teig leicht speckig

Erdäpfelteig Mehlige Sorten (z. B. Agria) verwenden – sie enthalten mehr Stärke, die Masse bindet besser. Die gekochten Erdäpfel ausdampfen lassen, damit sie nicht zu feucht sind. Die Menge des Mehls richtet sich nach der Güte der Erdäpfel, empfiehlt Köchin Ingrid Andreas in ihrer vierteiligen Serie „Kochbuch ohne Rezept“ (Verlag Anton Pustet, 27 € pro Band)

Sauerrahmteig Sehr simpel: 350 g Mehl, 1 TL Essig, 100 g Butter, 150 g Sauerrahm, etwas Salz. Alles verrühren, in Folie wickeln und über Nacht kühl rasten lassen. Eignet sich neben der Knödelhülle auch für gefüllte Tascherl, Kipferl oder als Blechkuchen

Kochen Ingrid Andreas empfiehlt, dem Kochwasser von süßen Knödeln einen kräftigen, passenden Geschmack hinzuzufügen: Zucker und eine Prise Salz, ein wenig Zitronen-/Orangensaft oder etwas Rum

Halb-und-halb-Knödel So wird eine Erdäpfelmasse bezeichnet, die je zur Hälfte aus rohen und gekochten Erdäpfeln besteht

Mehlknödel Einfache Knödel aus Mehl, Salz und Wasser. Im Innviertel häufiger Begleiter des „Bratl in der Rein“, im Mühlviertel gerne als „stauberter“ Knödel serviert. Das Mehl im Innersten darf nach dem Kochen noch nicht fest sein

Serviettenknödel Streng genommen kein Knödel, da die Semmelknödelmasse in ein Tuch gerollt im Ganzen gekocht wird. Serviert wird in Scheiben

Kaspressknödel Traditionell nicht rund, sondern flach gedrückt. Gibt es als Einlage für eine klare Suppe oder als Hauptspeise in der Pfanne angebraten

Knedlik Tschechische Variante, als Rolle gekocht und in Scheiben geschnitten. Bekannt sind Houskový knedlík (Semmelknödel) oder Böhmische Knödel

Canederli Südtiroler Art, gibt es in vielen Formen, besonders Canederli tirolesi (Tiroler Speckknödel)

Knödelfriedhof Das Wort Knödel ist mehrfach in die Alltagssprache eingegangen, der Knödelfriedhof ist der volle Magen nach ausgiebigem Knödelmahl

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