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freizeit Essen & Trinken
12/09/2019

Kaki: Superfrucht für die Kälte

Wie der ursprünglich aus Asien stammende Kakibaum auch bei uns prächtig gedeiht.

von Barbara Nothegger

Das Verspeisen einer Kaki-Frucht gleicht beim ersten Mal einem großen Aha-Erlebnis: Die Haut wird geschält, darunter verbirgt sich ein glitschig-matsches Fruchtfleisch mit intensivem Aroma. Wonach? Einer Mischung aus Zuckermelone, Banane und Mango. Also ziemlich exotisch.

Derzeit erobert die Kaki die heimischen Obstregale und ist drauf und dran, der Orange den Rang als beliebteste Winterfrucht abzulaufen. Die aus den Tropen und Subtropen Asiens stammende „Götterfrucht“, so der deutsche Gattungsname, gedeiht aber auch in unseren Breitengraden prächtig: „In den milderen Klimazonen Österreichs, wie etwa in den Weinbaugebieten, ist der Kakibaum winterfest“, erklärt Wolfgang Praskac, Inhaber des Pflanzenlands Praskac.

Vitaminlieferant für die Schnupfen-Zeit

Der Tullner Gartenbaubetrieb hat selbst bereits elf verschiedene Sorten im Angebot, weil die Nachfrage nach der Frucht stetig steige. Die in China seit über 2.000 Jahren genutzte Kaki gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. In Europa wird sie erst im späten Herbst zu den ersten Frösten richtig reif – ähnlich wie Mispel und Elsbeere – und ist damit ein idealer Vitamin-Lieferant für die Schnupfenzeit.

Generell gibt es zwei Sorten: Adstringierende und nicht adstringierende Kakis. Adstringierend ist ein pelziger Geschmack im Mund – verursacht durch so genannte Tannine –, ähnlich wie beim Rotwein. Während er im Wein gut ist, stört er bei den Früchten. Deshalb müssen adstringierende Kakis so lange gereift werden, bis diese Gerb- und Bitterstoffe zerfallen. Auch wenn die Kakis schon im frühen Herbst knallorange von den Bäumen leuchten, werden sie meist erst Ende November geerntet. Wolfgang Praskac: „Je reifer die Frucht ist, desto weniger bitter schmeckt sie.“

Pflegeleichter Baum

Nicht adstringierende Kakis hingegen können bereits geerntet werden, wenn sie noch fester und nicht so matschig-glitschig sind.

Der Kakibaum selbst benötigt für ein gutes Wachstum jedenfalls einen sehr sonnigen Standort, damit die Früchte richtig reifen können. Bereits im 3. oder 4. Jahr können die ersten Früchte geerntet werden. Die meisten Bäume werden zwischen drei und fünf Meter hoch und haben einen buschigen Wuchs. In der Pflege sind Kakibäume sehr anspruchslos: Sie sind robust, brauchen im Frühjahr keinen Dünger und auch keinen Schnitt.