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freizeit Essen & Trinken
01/04/2021

Die neuen Superfoods – und regionale Alternativen

Was steckt in Maqui-Beeren und Canihua – und welche Nährstoffbooster müssen nicht um die halbe Welt geschifft werden?

von Christina Michlits

Chia-Samen, Gerstengras und Spirulina waren gestern, heute müssen andere Superfoods her – weil findige Marketing-Experten immer wieder neue Absätze mit    angeblichen Wunderpflanzen schaffen. Das Geschäft damit brummt, denn  Konsumenten gieren geradezu nach  Gesundheitselixieren, die   vermeintlich  jung und fit halten sollen.

Maqui Beeren

Seit Kurzem wird die Maqui Beere als Vitaminbombe beworben. In Reformhäusern gibt es sie in Pulverform und Bio-Qualität zu kaufen, frisch ist sie hauptsächlich in Argentinien erhältlich. Die Superbeere soll entgiften, das Immunsystem stärken und den Blutzuckerspiegel regulieren. Die enthaltenen Anthozyane sind Pflanzenfarbstoffe, die freie Radikale unschädlich machen und vor allem in den frischen Beeren zu finden sind. Wie viel in den getrockneten, pulverisierten Beeren steckt, ist jedoch nicht klar.

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Moringa

Als weiteres neues Superfood wird Moringa beworben. Von der nährstoffreichsten Pflanze der Welt ist beim Meerrettichbaum aus Indien die Rede. In den essbaren Blüten stecken die Samen, die hierzulande ebenfalls vorwiegend als gemahlenes Pulver vertrieben werden. Wem es zu scharf ist, der bekommt Moringa auch in Kapselform. Die Pflanze enthält  viel Protein, Kalzium, Kalium, aber auch die Vitamine C,  D, E und K sowie die Spurenelemente Kupfer und Zink und zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe.

Canihua

Ebenfalls noch relativ unbekannt, aber bereits bei einigen Anbietern zu bekommen, ist Canihua (auch Kaniwa geschrieben). Das Pseudogetreide sieht aus wie  Quinoa, die Samen sind aber  etwas kleiner. Das Besondere an der Gänsefußpflanze aus Südamerika: Sie schmeckt nach Schokolade, springt unter Hitze auf wie Popcorn und eignet sich damit  für Desserts. Canihua macht ähnlich schnell satt wie Chia-Samen, ist glutenfrei, eiweißreich, enthält viel Eisen und weitere gepriesene Inhaltsstoffe wie Folsäure, Zink, Magnesium, Vitamin B1 und B2.

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Heimische Vitaminbomben

Wer seine Lebensmittel aber nicht vom anderen Ende der Welt importieren will, der hat auch regionale Alternativen wie Hafer, Hirse, Brombeeren oder Kürbiskerne. Letztere enthalten Vitamin E, wertvolle Enzyme, Beta-Carotin und Omega-3-Fettsäuren, um die körpereigenen Abwehrzellen zu unterstützen.

Auch Leinsamen aus Lein, der hierzulande vor allem im Burgenland und in Niederösterreich angebaut wird, sind  ein wahres Superfood. Sie binden Giftstoffe im Darm und liefern neben Vitamin B1 und E auch Lignane. Diesen sekundären Pflanzenstoffen wird eine krebshemmende Wirkung nachgesagt.
Christina Michlits

 

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