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freizeit
04/22/2021

Diesmal haben Hobbits Sex! Alles zur "Herr der Ringe"-Serie

Teurer, besser, länger, sexier: Die für Herbst/Winter erwartete Amazon-Serie über Tolkiens "Herr der Ringe" bricht jetzt schon alle Rekorde.

von Andreas Bovelino

Gleich vorweg: Nein, es wird kein Remake der oscarpremierten Film-Trilogie Peter Jacksons aus dem frühen 21. Jahrhundert. Wer also auf Frodo, Bilbo, Gimli und Aragorn hofft, der wird enttäuscht. Die Handlung spielt im "Zweiten Zeitalter" von Mittelerde, also Tausende Jahre vor der Handlung der Jackson-Filme. Eine Prequel also, ähnlich wie bei dem zweiten großen Fantasy-Spektakel dieses Jahrtausends: "Game of Thrones".

Die teuerste Serie aller Zeiten

Und weil wir gerade dabei sind: Amazon lässt bei "Herr der Ringe" ordentlich die Muskeln spielen und tut alles, um die richtungsweisende Game of Thrones-Serie zu übertreffen. Allein die erste Staffel soll über 450 Millionen Dollar kosten. Im Vergleich: GoT steigerte sich von etwa 35 Millionen bis auf 80 Millionen pro Staffel.

Schon für die Rechte des Stoffes hat Amazon 250 Millionen berappt, manche Experten meinen, dass man bis Drehschluss der ersten Staffel die Milliarden-Marke knackt. Und gleich fünf Staffeln sind derzeit geplant, wie Morfydd Clark, einer der Hauptdarstellerinnen, vor Kurzem herausgerutscht ist, als sie meinte, dass sie die nächsten fünf Jahre hauptsächlich in Neuseeland verbringen werde.

Genau, auch die TV-Serie vertraut also auf die traumhafte Kulisse Neuseelands. Und auf einen ausgezeichneten Cast, der die unterschiedlichsten Generationen an Fans begeistern sollte. Die walisische Schauspielerin Morfydd Clark kennt man aus Erfolgsserien wie "Dracula", "His Dark Materials" und "David Copperfield". Sie wird die junge Galadriel spielen - also doch zumindest ein bekannter Name! Wir erinnern uns, die Lebenserwartung der Elben ist hoch, wenn sie nicht eines gewaltsamen Todes sterben. RICHTIG hoch.

Mit Robert Amarayo (der junge Eddard Stark) und Joseph Mawle (Benjen Stark; Odysseus in "Troy, Fall of a City") sind gleich zwei Schwertkampf-Veteranen aus Game of Thrones mit dabei. Sie spielen Charakterre namens Beldor und Oren.

Außerdem mit an Bord: die schöne Nazanin Boniadi ("Ben Hur", "Homeland"), Cynthia Addai-Robinson (Naevia aus "Spartacus"; "Arrow"), Simon Merrells (Lucinus Grassus aus "Spartacus"; "Knightfall"; "Twelve Monkeys"; "Good Omens"), Peter Mullan ("Trainspotting", "Children Of Men", "Top Of The Lake"; "Ozark"; UND: James Delos in "Westworld"!) und gut 30 weitere hochkarätige Schauspieler für die wichtigen Rollen. Wer spielt wohl Gil-Galad, den unglücklichen Elben-König, Elendil, den Fürst der Menschen und Zwergenkönig Durin III?

Regie führen Wayne Che Yip ("Hunters", "Into The Badlands", "Dr. Who") und der preisgekrönte spanische Regie-Zampano Juan Antonio García Bayona ("Jurassic World"; "A Monster Calls", "Penny Dreadful"), der den Pilotfilm und die zweite Folge schon abgedreht hat. Nach einer Corona-Pause ist man also wieder ganz gut im Zeitplan.

Und wie ist das mit dem Sex?

Für einige Empörung unter Elben-Puristen und Hobbit-Afficionados sorgte übrigens die Tatsache, dass die Producer mit Jennifer Ward-Lealand eine der bekanntesten "Intimacy-Koordinatorinnen" der Branche engagiert haben. Was die machen? Die sorgen dafür, dass es bei Sex-Szenen richtig prickelt und nicht peinlich wird.

Aber, auch wenn es tatsächlich so sein könnte, dass bei Tolkien die kleinen Elblein, Hobbits und Menschenkinderchen auf Bäumen wachsen oder vom Storch gebracht werden, weil er eben viel lieber über Schlachten schrieb als über andere "Erregungen": Gönnen wir ihnen doch einfach auch ein bisschen Spaß. Und lassen uns überraschen, ob's prickelnd wird - oder peinlich.

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