Fitmacher 16.03.2016

Sportprofi: Warum Personal Training boomt

Elisabeth Niedereder beim 1500m-Lauf © Bild: APA/EPA/SRDJAN SUKI

Leichtathletik-Staatsmeisterin Elisabeth Niedereder über den Trend zum One-to-One-Training

Die 26-fache Leichtathletik-Staatsmeisterin Elisabeth Niedereder hat nach ihrem Karriereende die Tristyle-Akademie aufgebaut. Hier bildet sie Fitnesstrainer aus, bietet diverse effektive Work-outs wie Deep-Work an. Man kann die Fitnessexpertin auch als Personal Coach buchen. Im Interview erzählt sie, warum One-to-One-Training immer mehr zum Trend wird.


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KURIER: Frau Niedereder, Personal Coaching ist nicht billig. Warum leisten es sich die Fitnesswilligen trotzdem?

Elisabeth Niedereder: Heute, wo jeder weiß, dass man länger arbeiten wird müssen, legen viele mehr Wert auf ihre Gesundheit. Sie suchen aber nach individueller Betreuung. Noch vor sechs Jahren hätte ich mir nicht gedacht, dass ich Personal Coaching zu meinem Beruf machen kann, weil es einfach keine Nachfrage bei Kunden gab. Das ist noch ein junger Trend, der nun einen Markt bekommt.

Noch vor 15 Jahren lag der Fokus der Fitnessexperten auf Ausdauertraining. Heute wird ein Mix aus Kraft- und Ausdauer propagiert. Man sagt auch "Strong ist das neue Skinny".

Das Schönheitsideal hat sich gewandelt. Man will nicht nur mehr dünn wie die Models am Laufsteg sein. Ich beobachte es immer wieder, dass auf Instagram die Fitnessmodels besser ankommen als die Modemodels. Die Frauen wünschen sich heute leicht durchtrainierte Körper mit Kurven. Aber die meisten wissen nicht, mit welchen Übungen sie dieses Ziel erreichen können.

Welche Zonen wollen Frauen und Männer straffer haben?

Das sind natürlich die Oberarme, ein flacher Bauch und wenn man so will, ist ein knackiger, runder Po das neue Statussymbol eines durchtrainierten Körpers.

Wie viel Muskelmasse kann man durch gezieltes Muskeltraining mithilfe eines Coachs in einem Jahr zulegen?

Das ist schwer zu sagen: Es gibt verschiedene Konstitutionstypen.Da gibt es den Athletiker, der braucht – überspitzt formuliert– nur die Hantel anzuschauen und legt Muskelmasse zu. Schwer haben es die Pykniker, die leicht Fett ansetzen. Hier muss man auch die Ernährung umstellen, um Fettmasse abzubauen. Aber ein guter Trainer sieht auf den ersten Blick, welcher Typ sein Schützling ist. Eines muss jedem klar sein: Muskeln sind schwerer als Fett. Sollten auf der Waage nach den ersten Trainingswochen nicht weniger Kilo aufscheinen – nicht aufgeben. Das ist normal. Ein weiterer Vorteil: Muskeln schützen die Gelenke und sind eine gute Prävention gegen Rückenschmerzen.

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( kurier.at ) Erstellt am 16.03.2016