Einfache Sprache
01.06.2018

Vorsicht bei Hotel-Buchungen über Internetseiten

Wenn man ein Hotel über das Internet bucht, muss man gut aufpassen. Es kann nämlich passieren, dass einem nicht die günstigsten Angebote angezeigt werden.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Viele Internetseiten werben damit, dass sie die
günstigsten Preise für Hotelzimmer anbieten.
Dabei verschweigen diese Internetseiten einem oft,
dass es noch billigere Angebote für Übernachtungen
in demselben Hotel gibt.

Viele Hotels haben Verträge
mit den Buchungs-Internetseiten.
In diesen Verträgen gibt es auch oft eine
sogenannte „Bestpreis-Klausel“.
Das bedeutet, dass Hotels keine besseren und billigeren
Angebote anbieten dürfen, sondern nur gleich gute.
Dadurch haben diese Buchungs-Seiten immer
die bestmöglichen Preise und können
die besten Angebote liefern.
Diese Bestpreis-Klausel wurde im vergangenen Oktober

in einigen Ländern verboten.

Hier ist ein Beispiel für die Unterschiede beim Buchen
auf Buchungs-Seiten und bei Buchungen direkt beim Hotel:
Eine Buchungs-Seite im Internet bietet ein Familienzimmer
im Hotel A&O beim Wiener Westbahnhof um 201,19 € an.
Auf der Internetseite von dem Hotel
gibt es dasselbe Zimmer aber für 189,96 €.
Manchmal bekommt man auch billigere Angebote,
wenn man sich mit einer E-Mail direkt an das Hotel wendet.
Wenn man direkt beim Hotel bucht,
kann man dafür noch zusätzliche Extras bekommen
wie zum Beispiel gratis Frühstück oder freien Internet-Zugang.

Die EU möchte die „Bestpreis-Klausel“ verbieten.
Die EU ist die europäische Union.
Sie ist ein Zusammenschluss von 28 Mitglieds-Ländern.
Den Kunden wird geraten, sich bei Buchungen
die Internetseite der Hotels anzusehen.
Aber obwohl die Buchungs-Seiten mehr Geld verlangen,
bringen sie den Hotels auch Kunden, die dieses Hotel
sonst vielleicht nicht gefunden hätten.

Viele Menschen wissen auch nicht, dass sie
mit der Buchung einen Vertrag mit dem Hotel eingehen
und nicht mit der Buchungs-Seite im Internet.
Internetseiten sind keine Reisebüros.
Bei Beschwerden bekommen enttäuschte Urlauber
manchmal erst Wochen später eine Reaktion.
In Europa wird bereits jede 2. Buchung
über eine Buchungs-Seite erledigt.
Der Großteil der Hotel-Besitzer findet,
dass es zurzeit keine gute Lösung gibt,
wenn es zu Problemen mit den Buchungs-Seiten kommt.
In Deutschland, Italien und Frankreich gibt es
bereits ein Verbot für „Bestpreis-Klauseln“.
In der Schweiz wird das gerade gerichtlich geregelt.