Einfache Sprache
27.09.2017

Volksabstimmung über kurdisches Gebiet im Irak

Im Irak gab es eine Volksabstimmung. Die Kurden haben darüber abgestimmt, ob ihr Gebiet im Irak zu einem eigenen Staat werden soll.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Die Kurden sind eine Volksgruppe,
die im Irak ihr eigenes Gebiet hat.
Im kurdischen Teil vom Irak gab es
am 25.September eine Volksabstimmung.
Diese Abstimmung wird auch Referendum genannt.
Die Kurden stimmten darüber ab, ob ihr Gebiet
im Irak ein eigener Staat werden soll.
Das kurdische Gebiet im Irak heißt Kurdistan.

Die Kurden im Irak wurden früher unterdrückt und bekämpft.
Es gibt aber seit vielen Jahren eine
eigene Regierung im kurdischen Gebiet.
Diese Regierung kann über das eigene Gebiet bestimmen.
Sie muss sich aber auch an die Gesetze im Irak halten.
Die kurdische Regierung will,
dass ihr Gebiet ein eigener Staat wird.
So wäre das Gebiet unabhängig vom Irak.

Die meisten Kurden haben bei der Volksabstimmung
für einen eigenen Staat gestimmt.
Die Menschen im kurdischen Gebiet
haben vor Freude auf den Straßen in Erbil gefeiert.
Erbil ist die Hauptstadt von Kurdistan.

Aber auch die Sorge vor Streit und Gewalt wächst.
Einige Politiker finden es nicht gut,
dass die Kurden einen eigenen Staat haben wollen.
Der Präsident vom Irak war von Anfang an gegen die Abstimmung.
Er will das Ergebnis von der Abstimmung nicht akzeptieren.
Auch der türkische Präsident Erdogan
will das Ergebnis nicht anerkennen.
Er fürchtet, dass nun auch mehr türkische Kurden
unabhängiger sein wollen.

Das Ergebnis von der Volksabstimmung muss
nicht verpflichtend umgesetzt werden.
Daher ist unklar, ob die kurdische Regierung wirklich versucht,
sich vom Irak abzuspalten.