Einfache Sprache
23.03.2018

Versteckte Schätze in Tibet

In Tibet gibt es viele wertvolle Wand-Gemälde. Sie sind ein wichtiger Teil der buddhistischen Kultur. Ein Fotograf hat Fotos von ihnen gemacht, damit man sie vollständig sehen kann.

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Tibet ist ein Staat in China.
In Tibet gibt es viele Tempel der buddhistischen Religion.
Anhänger vom Buddhismus werden Buddhisten genannt.
Um in die Tempel zu kommen, braucht man eine Erlaubnis
von der chinesischen Regierung.
An den Wänden der Tempel gibt es viele schöne Gemälde.
Aber man kann diese Wand-Gemälde nicht vollständig sehen.
Die Wand-Gemälde sind nämlich in dunklen Räumen
und sind bis zu 9 Meter hoch.
Deswegen kann man immer nur einen Bereich
von den Wand-Gemälden sehen.
Die Wand-Gemälde zeigen zum Beispiel die Geschichte
von Tibet oder geben Anleitungen zum Yoga machen.
Yoga ist eine Mischung aus geistigen und körperlichen
Übungen, die zu einer Verbesserung der Gesundheit führen sollen.
Es heißt, die Bilder zeigen alles, was das Leben ausmacht.
Viele von den Wand-Gemälden sind über 1000 Jahre alt.

Der Fotograf Thomas Laird hat diese Wandgemälde
fotografiert und ein Buch daraus gemacht.
Aber das war nicht so einfach und deswegen hat er
12 Jahre lang dafür gebraucht.
Laird kommt aus den USA.
Er hat vor über 30 Jahren schon versucht,
die Wand-Gemälde zu fotografieren.
Aber das Ergebnis war nicht so gut.
Seitdem versucht er, die Technik beim fotografieren
zu verbessern, um die Wand-Gemälde perfekt darzustellen.
Laird sitzt mehrere Tage am Computer.
Dabei entdeckt er Dinge auf den Wand-Gemälden,
die niemand mehr gesehen hat, seit sie gemacht wurden.
Wenn er ein Foto fertig macht, ist das für Laid ein
sehr schöner Moment.

Laird lebt seit 30 Jahren in Nepal und spricht auch
die nepalesiche Sprache.
Nepal ist ein Nachbar-Land von Tibet.
Um die Wand-Gemälde richtig zu fotografieren,
lies sich Laird auch von Mönchen in den Tempeln einsperren.
Manchmal sogar für mehrere Tage.
Ein Mönch lebt getrennt von den Einflüssen
der Welt, oft in Tempeln, und beschäftigt sich
sein Leben lang mit der Religion.
Laird will noch mindestens 10 weitere Jahre
an dem Thema Tibet arbeiten.

Zusammen mit dem Dalai-Lama hat Laird eine
zeitlich genaue Reihenfolge von der Geschichte Tibets geschrieben.
Der Dalai-Lama ist der höchste buddhistische Meister.
Ähnlich wie der Papst im römisch-katholischen Glauben.
Laird hat den Dalai-Lama bei einem Interview kennengelernt.
Das könnte ein Grund sein, warum ihm diese Arbeit
in Tibet erlaubt wurde.

Das Buch, in dem all die Wand-Gemälde vollständig
zu sehen sind, hat 498 Seiten.
Der Dalai-Lama hat 998 Ausgaben von den Büchern selbst unterschrieben.
Eines der Bücher kostet 10 000 Euro.
Es gibt auch 2 spezielle Versionen von dem Buch,
die es beide nur 40 Mal gibt.

Heute gibt es nicht mehr viele Tempel in Tibet.
In den 50er-60er Jahren hat man sich nicht viel
um die Kultur gekümmert.
Dabei wurde viel Kunst zerstört.
Die chinesische Regierung macht es zusätzlich schwer,
die Kunstwerke wiederherzustellen.