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05.03.2018

Trump möchte Strafzahlungen für Stahl und Aluminium aus dem Ausland

In den USA sollen ausländische Händler bald mehr Geld bezahlen, wenn sie mit Stahl und Aluminium in den USA handeln wollen. Das könnte zu schweren Handels-Problemen weltweit führen.

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Der Präsident von den USA, Donald Trump möchte die Wirtschaft in den USA verbessern. Dafür möchte er es anderen Ländern schwerer machen, mit den USA zu handeln. Trump hat nämlich Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus dem Ausland angekündigt. Der Zoll ist eine Art Steuer. Die muss oft bezahlt werden, wenn man Waren aus dem Ausland ins eigene Land hinein bringt. Der Zoll soll die Hersteller aus dem eigenen Land schützen, wenn Waren in einem anderen Land billiger hergestellt werden. Durch den Zoll werden die Waren aus dem anderen Land teurer. Die geplanten Strafzölle sind besonders hoch. Sie sollen verhindern, dass Hersteller aus anderen Ländern in den USA mit Stahl und Aluminium handeln.

Trump hat im Internet geschrieben, dass die USA schon seit vielen Jahren durch unfairen Handel mit anderen Ländern leidet. Er setzt sich für eine „Amerika zuerst“ Politik ein, vor allem für Produkte aus den USA. Trump sagt, dass es dadurch mehr Jobs in den USA geben wird.

Die Strafzölle verstoßen aber gegen die Regeln der Welt-Handels-Organisation „WTO“. Das sagt der Präsident von der „Wirtschafts-Vereinigung Stahl“, Hans Jürgen Kerkhoff. Experten vermuten, dass Trump mit den Strafzöllen große Handels-Probleme auslösen wird.

Die Stahl-Kraftwerke und Aluminiumwerke in den USA können nicht so viel produzieren und verkaufen. Das hat damit zu tun, dass es im Ausland billigere Stahlproduzenten gibt. In den USA mussten seit dem Jahr 2000 10 Stahlwerke schließen. In den letzten 20 Jahren haben viele Arbeiter deswegen ihren Job verloren.

Die EU möchte sich diese geplanten Strafzölle nicht gefallen lassen. Die EU ist die europäische Union, sie ist ein Zusammenschluss von 28 Mitglieds-Ländern. Der EU-Kommissions-Präsident Jean-Claude-Juncker hat darauf geantwortet. Er sagt, dass die EU nicht zusehen wird, wie die Wirtschaft in der EU von unfairen Maßnahmen getroffen wird.

Durch die geplanten Strafzölle wären mehrere 1000 Arbeitsplätze in Europa gefährdet. Juncker möchte mit Strafzöllen zurückschlagen. Diese Maßnahmen sollen dann mit der „ WTO“ gemeinsam beschlossen werden. EU-Experten beraten seit Monaten, welche Produkte man aus den USA mit Strafzöllen belegen könnte.

In Österreich gibt es auch ein Unternehmen das Stahl produziert. Das Unternehmen heißt Voestalpine. Die Voestalpine ist aber von den geplanten Strafzöllen nicht betroffen. Das Unternehmen hat eigene Produktions-Werke in den USA und muss daher keine Zoll-Abgaben zahlen.