Einfache Sprache
02.08.2017

Tätowieren kann Folgen haben

Immer mehr Menschen wollen gerne ein Tattoo haben. Doch viele Menschen arbeiten als Tätowierer ohne Gewerbeschein.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Immer mehr Menschen lassen sich tätowieren.
Und in der Gesellschaft sind Tätowierungen
heutzutage auch anerkannt.
Tätowierungen sind Bilder, die mit einer speziellen Nadel
unter die Haut gestochen werden.
In Österreich ist ungefähr jeder 4. Mensch
zwischen 16 und 30 Jahren tätowiert.

Allerdings arbeiten viele Menschen als Tätowierer,
obwohl sie kein Gewerbe angemeldet haben.
Sie werden also nicht von der Wirtschafts-Kammer anerkannt.
Das ist verboten.
Wer dabei erwischt wird, muss eine hohe Geldstrafe zahlen.
Trotzdem machen viele weiter.

In Österreich arbeiten 602 Menschen angemeldet als Tätowierer.
Wie viele Tätowierer nicht angemeldet sind, ist unbekannt.
Die verbotenen Tätowierer verderben
den angemeldeten Tätowierern das Geschäft.
Damit schaden sie auch der österreichischen Wirtschaft.
Außerdem können gesundheitliche Schäden dazukommen.

Es gibt immer mehr Fälle, in denen verbotene Tätowierer
Krankheiten ausgelöst haben,
weil sie keine sauberen Nadeln verwendet haben.
Zum Beispiel HIV oder Hepatitis.
Es müssen immer ganz spezielle
Nadeln und Handschuhe verwendet werden.

Siegfried Scheuchl ist Sprecher der Tätowierer
von der Wirtschafts-Kammer von Österreich.
Er sagt, was man beachten muss,
wenn man sich tätowieren lassen will.
In einem angemeldeten Studio muss man immer
Informationen über die Zusammensetzung der Farben bekommen.
Farben mit Nickel können Allergien auslösen.
Manche Farben, die über das Internet bestellt werden,
enthalten Stoffe, die die Krankheit Krebs auslösen können.
Nicht angemeldete Tätowierer arbeiten sehr oft
mit Farben aus dem Internet.