Straßenkinder, Brasilien

© /Thomas Bauer/DKA

Einfache Sprache
08/05/2016

Straßenkinder kämpfen um eine Zukunft

Graziela und Gabriel erzählen über ihr Leben in Rio de Janeiro. Kinder, die auf der Straße leben, werden dort vertrieben.

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Graziela und Gabriel haben sich beim Betteln kennengelernt.
Sie fragen auf der Straße nach Essen und Geld.
Graziela wohnte in der Stadt Belo Horizonte in Brasilien
und ist mit 12 Jahren von zu Hause weggelaufen.
Sie hat ein Auto aufgehalten und ist 440 Kilometer mitgefahren
bis nach Rio de Janeiro.
Rio de Janeiro ist eine große, bekannte Stadt in Brasilien.
Gabriel lebt schon viele Jahre auf der Straße.

Graziela ist 16 Jahre alt und Gabriel ist 15 Jahre alt.
Sie haben eine kleine Tochter, sie heißt Aylla und ist 5 Monate alt.
Um Aylla kümmert sich im Moment die Mutter von Gabriel.
In den Nächten schlafen sie unter Brücken und in dunklen Hauseingängen.
Sie werden immer wieder von der Polizei weggejagt
und manchmal auch bedroht, sagen die beiden.
Gabriel erzählt, dass die Polizei einmal gesagt hat:
wenn wir dich noch einmal sehen, werden wir dich töten.

Das ist das Problem.
Der Stadt geht es nicht darum, dass die Kinder wieder
in ein sicheres Leben geführt werden.
Es geht ihnen nur darum, die Stadt zu säubern.
Straßenkinder müssen aus den Straßen verschwinden.
Egal wie.
Gerade jetzt ist es der Stadt wichtig,
weil die Olympischen Spiele dort stattfinden.

Sebastiao de Andrade ist ein Betreuer in einem Tageszentrum,
das sich um Kinder kümmert, die auf der Straße leben.
Im Zentrum können die Kinder duschen ihre Wäsche waschen
und bekommen ein Frühstück.
Eine Krankenschwester behandelt kleine Wunden.
Sehr interessant ist für sie der Computerraum.
Da können sie über die Internet-Seite Facebook
mit ihren Freunden in Kontakt bleiben.
Um 16 Uhr müssen die Kinder aber wieder raus auf die Straße,
wo es Drogen und Gewalt gibt.

Es besteht die Gefahr, dass sich Kinder strafbar machen
und auch ins Gefängnis müssen.
Roberto Santos ist ein Diakon, also ein Mitarbeiter in der Kirche.
Er sagt, dass die Kinder auf der Straße gewalttätig werden
und es für sie immer schwerer wird, an eine gute Zukunft zu glauben.
Roberto Santos versucht, neue Wege zu suchen und er will auch,
dass alle an das Gute glauben.

Graziela und Gabriel haben sich ihre Namen auf den Unterarm
tätowieren lassen, um allen ihre Liebe zu zeigen.
Sie wollen auch wieder zur Schule und später eine Arbeit haben,
damit sie sich wieder selbst um ihre Tochter kümmern können.


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