Einfache Sprache
23.10.2017

So kann man vertrauen lernen.

Heutzutage fühlen sich viele Menschen nicht mehr sicher. Die Folgen sind Unsicherheit und Vertrauensverlust.

Link zum Original-KURIER-Artikel

In der Arbeit, in der Beziehung und
in der Politik scheint nichts mehr sicher zu sein.
Deshalb fühlen sich die Menschen unsicher und
verlieren dabei auch ihr Vertrauen.
Aber gerade in diesen Zeiten, ist das Vertrauen
zum Menschen sehr wichtig.

Der Psychiater aus Salzburg, Manfred Stelzig,
erklärte in einem Gespräch mit dem KURIER,
wie man Vertrauen trainieren kann.
Hier werden nun die wichtigsten Informationen,
von dem Gespräch in einfacher Sprache zusammengefasst:

Wie kann man in diesen Zeiten überhaupt noch Vertrauen haben?
Manfred Stelzig sagte, dass wir wirklich viele
schlechte Nachrichten zu hören kriegen.
Wir wollen Bescheid wissen, wo es Gefahren gibt,
das gibt uns Sicherheit.
Man sollte aber auch sehen, dass sich viele Dinge
zum Guten entwickelt haben.
Auch wichtig ist es, dass man mit sich selbst zufrieden ist.
Das kann man lernen.
Dazu sagt Stelzig, dass wir Menschen
über ein „psychisches Urprogramm“ verfügen.

Was ist dieses “psychische Urprogramm“?
Stelzig sagte, dass ein Säugling mit dem Vertrauen
auf die Welt kommt, dass er alles bekommt,
was er braucht.
Babys möchten eine fürsorgliche und aufmerksame
Begegnung mit dem Gegenüber haben.
Dann sind sie glücklich.
Das ist mit dem “psychischen Urprogramm“ gemeint.

Was ändert sich im Lauf des Lebens?
Ein erwachsener Mensch braucht auch
liebevolle Menschen um sich.
Familie und Freunde sind sehr wichtige Menschen,
aber alles können sie nicht ausgleichen.
Man muss sich auch um sich selbst kümmern können
und wissen was einem gut tut.
Man kann sich beschweren und über etwas schimpfen,
oder man denkt darüber nach, was man wirklich braucht.
Dabei ist Mitgefühl und Geduld mit sich selbst sehr wichtig.

Vertrauen kann man trainieren?
Stelzig meinte man kann Vertrauen lernen,
so wie viele andere Dinge.
Wenn man glücklich sein will,
muss man sich darauf konzentrieren und
auf das "psychische Urprogramm" acht geben.

Wie kann das gelingen?
Wenn man traurig ist, braucht man jemanden,
der einen tröstet.
Wenn man wütend ist, braucht man jemanden,
der einen beruhigt.
Wenn man Angst hat, braucht man jemanden,
der einem beisteht.
Man kann sich in allen dieser Situationen selbsthelfen.
Aber manchmal braucht man dafür andere Menschen,
die einem zeigen, wie man sich selbst helfen kann.
Das kann zum Beispiel ein Therapeut sein.

Warum fällt es uns so schwer, gut zu sich selbst zu sein?
Man ist daran gewöhnt, Liebe von anderen Menschen zu bekommen.
Man muss erst wieder lernen, sich selbst zu lieben.
Auch Menschen die eine liebevolle und
führsorgliche Kindheit hatten, müssen lernen,
sich selbst zu lieben.
Denn dann hat man es leichter, gut zu sich selbst
und gut zu anderen zu sein.