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03.12.2018

Regierung unterschreibt UNO-Flüchtlings-Pakt

Die Regierung in Österreich hat bekannt gegeben, dass sie den UNO-Flüchtlings-Pakt unterschreiben wird. Den Migrations-Pakt der UNO unterschreibt die Regierung nicht.

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Das Außenministerium in Österreich
hat bekannt gegeben, dass die Regierung
den UNO-Flüchtlings-Pakt unterschreiben wird.
Die UNO sind die Vereinten Nationen.
Das ist ein Zusammenschluss von 193 Mitgliedsländern.
Das Ziel der Vereinten Nationen ist es, den Frieden
und die Menschenrechte zu sichern.
Ein Pakt ist eine Vereinbarung
zwischen zwei oder mehreren Staaten.
Ein Sprecher vom Außenministerium meinte,
dass die Regierung den Flüchtlings-Pakt unterschreibt,
weil es in diesem Vertrag auch nur um Flüchtlinge geht.
Er meinte, dass im Flüchtlings-Pakt zwischen Migranten
und Flüchtlingen klar unterschieden wird.
Migranten sind Menschen, die ihr Heimatland
verlassen und jetzt in einem anderen Land leben.
Flüchtlinge sind Menschen, die aus ihrem Heimatland
vor verschiedenen Gefahren fliehen.
Zum Beispiel, vor Krieg oder schlimmen Natur-Ereignissen.
Sie suchen Schutz in einem anderen Land.

Der Vertrag soll Mitte Dezember beim Treffen
der Staats- und Regierungs-Chefs
aus aller Welt in der UNO beschlossen werden.
Im Vertrag steht zum Beispiel, dass die Länder,
die Flüchtlinge aufnehmen,
nicht unter Druck gesetzt werden sollen.
Außerdem regelt der Vertrag,
dass Flüchtlinge mehr Rechte bekommen.
Flüchtlinge sollen außerdem auch in
Nicht-EU-Länder gebracht werden können.
Die Europäische Union, auch EU genannt,
ist ein Gruppe von europäischen Ländern,
die zusammen arbeitet.
Es sollen außerdem die Lebens-Bedingungen
in den Heimat-Ländern der Flüchtlinge
für eine Rückkehr verbessert werden.

Auch wenn sie den Flüchtlings-Pakt unterschreiben,
sind die Länder rechtlich nicht dazu verpflichtet,
sich an den Vertrag zu halten.

Dass die österreichische Regierung
den Flüchtlings-Pakt unterschreibt, ist interessant.
Ende Oktober wurde nämlich bekannt,
dass die Regierung den
Migrations-Pakt der UNO nicht unterschreiben wird.
Die Regierung befürchtet nämlich, dass mit diesem Vertrag
Migranten neue Rechte bekommen könnten.
Die Regierung will selbst über Migranten entscheiden,
die nach Österreich kommen.