Einfache Sprache
10.05.2017

Polizei hat Probleme mit Schaulustigen

Bei einem schweren Unfall standen Zuschauer den Rettungskräften im Weg. Deshalb konnte dem Unfallopfer nicht sofort geholfen werden.

Link zum Original-Kurier-Artikel

Am 8. Mai gab es auf der Autobahn in der Nähe
von Nürnberg in Deutschland einen schweren Unfall.
Dabei hatten Rettungskräfte Probleme,
zu den Verletzten zu kommen.
Das lag daran, dass fast 80 schaulustige Menschen
im Weg standen und keinen Platz gemacht haben.
Sie haben sogar versucht, den Unfall und mögliche
Verletzte mit ihren Kameras und Handys zu filmen.

Das hat die Arbeit der Rettungskräfte sehr schwer gemacht.
Deswegen musste die Polizei die Schaulustigen
mit Absperrungen zurückdrängen.
Das hat mehr Einsatzkräfte gebraucht,
als wirklich notwendig waren.
Ein Verletzter wurde mit einem Hubschrauber
ins Krankenhaus gebracht.

Solche Menschen, die keine Rücksicht nehmen
sollen bald hart bestraft werden.
In Zukunft soll man dafür viel Geld zahlen müssen
oder sogar für ein Jahr ins Gefängnis müssen.
Polizisten sollen auch Handys wegnehmen dürfen,
wenn Verletzte gefilmt werden.
Ein Polizist erzählte von einem schlimmen Fall
von rücksichtslosen Menschen in der deutschen Stadt Mainz.
Dort hatte eine Frau letztes Jahr einen schlimmen Unfall
mit einer Straßenbahn.
Die Straßenbahn hatte ihr das Bein abgetrennt.
Der Polizist sagt dazu, dass die Frau schneller auf der
Internet-Seite Youtube war, als auf dem Operations-Tisch.

Das neu geplante Gesetz ist für den Schutz
von den Unfall-Opfern.
In Zukunft wird auch das Herstellen und Verbreiten
von Bildern von verstorbenen Personen bestraft.
Einige Polizeistationen haben es mit einer
Gegen-Aktion versucht.
Sie zeigen die Schaulustigen auf Internetseiten wie
Facebook oder Twitter.
Dazu schreiben sie, dass sie sich schämen sollen.
Das geschah nach einem Unfall, bei dem ein kleines
Mädchen in der deutschen Stadt Hagen angefahren wurde.
Die Polizei hat zu den Schaulustigen, die sie im Internet
gezeigt haben gesagt: „ihr habt Polizisten gebeten
aus dem Weg zu gehen damit ihr besser filmen könnt“.
Schlimm ist auch, dass die Eltern den Unfall
auf Facebook in Echtzeit mitangesehen haben,
noch bevor die Polizei die Eltern verständigen konnte.