Einfache Sprache
29.01.2018

„Kein Stück Liebe“ - getanzt

Die „Ich bin O.K.“-Tanzgruppe spielte im Dschungel Wien ein Tanztheater-Stück über den Umgang mit Flüchtlingen, Fremden und Anders-Sein.

Die „Ich bin O.K.“-Dance-Company hat wieder
das Stück „Kein Stück Liebe“ aufgeführt,
dieses Mal im Theater Dschungel in Wien.
Dance-Company ist eine Tanzgruppe.
„Ich bin O.K.“ ist ein Verein in dem Menschen mit und
Menschen ohne Down-Syndrom tanzen und schauspielen.

Wir von der Inklusiven Lehrredaktion waren bei
diesem Tanztheater-Stück.
Als wir in den Saal Raum reingingen,
sahen wir alte Zeitungen,
die auf dem Boden aufgeklebt waren.

Das Stück hat um 10:42 angefangen.
Zuerst haben 3 Profitänzer
auf einem Podest in einer Ecke getanzt.
Profitänzer tanzen seit vielen Jahren. Es ist ihr Beruf.

3 Profis und 8 weitere Tänzer & Tänzerinnen

Ein paar Minuten später kamen aus einer Tür
weitere 8 Tänzer und Tänzerinnen auf die Bühne.
Diese sollen Fremde und Menschen,
die anders sind, darstellen.
Als sie gegenüber von den Profitänzern waren,
wurden sie mit Bällen aus Zeitungspapier beworfen.

Dann sind zuerst nur ein paar
und dann schließlich alle
in Zeitlupe umgefallen und liegen geblieben.
Nachher haben sie sich am Boden
hin und her gewälzt.

Jetzt sind sie wieder aufgestanden
und jeder hat einen anderen Tänzer
oder eine Tänzerin auf dem Rücken getragen.
Dabei haben sie sich gestritten,
wer von ihnen am meisten arbeitet.
Jeder hat vom anderen behauptet, er arbeitet
zu wenig oder gar nicht.
Danach haben sie getanzt.
Als nächstes haben sich einige von ihnen
auf den Boden gesetzt.
Sie haben sich geweigert weiter zu tanzen,
beziehungsweise zu arbeiten.

Dann haben sie Zeitungen in die Hand genommen,
und angefangen, sich Nachrichten vorzulesen.
Nachher hat zuerst 1 Tänzer alleine getanzt.
Dann hat er gemeinsam mit einer Tänzerin getanzt.
Schließlich haben wieder alle gemeinsam getanzt.
Dann haben die Tänzer und Tänzerinnen
zu schneller und lauter Rap-Musik getanzt.
Dabei haben sie so getan
als würden sie sich gegenseitig schlagen.
Als nächstes hat sich einer der Tänzer auf
den Boden gesetzt und die anderen beschimpft.
Außerdem hat er die anderen bedroht.

In dem Stück geht es um den Umgang mit
Flüchtlingen und mit „Anderen“.
Es geht im Allgemeinen um Ängste vor dem Fremden,
Unbekannten und das wird verstärkt vor allem
durch Horrormeldungen in Medien.

Danach wurde romantische Musik gespielt,
und die Tänzer und Tänzerinnen
haben sich umarmt und gestreichelt.
Als nächstes haben wieder alle zu Rap-Musik getanzt
und dann um 11:59 Uhr war das Stück zu Ende.

Nach der Aufführung hatten wir: Marcel Benz, Antonia Bögner
und Heinz Wagner vom Kinder-KURIER Interviews mit 3 Tänzern.
Über diese Gespräche können sie im Online-Kinder-KURIER (KiKu) lesen.
Den Link finden Sie weiter unten.

Bericht von Marcel Benz und Antonia Bögner

Hier geht es zu einem Artikel über die Gespräche mit den Tänzern von "Ich bin O.K.":
https://kurier.at/einfache-sprache/gespraeche-mit-ich-bin-o-k-taenzern/309.023.486

Hier geht es zu dem Bericht im Online-KiKu:
https://kurier.at/leben/kiku/tanztheater-vom-die-da-zum-du/307.377.123

Hier geht es zu Fotos vom Aufwärmen, dem gemeinsamen Schlusstanz und den Interviews:
https://kurier.at/leben/kiku/fotos-rund-um-die-auffuehrung/308.383.187/slideshow