Einfache Sprache
31.01.2018

Gespräche mit "Ich bin O.K."-Tänzern

Zwei Mitglieder der Inklusiven Lehr-Redaktion führten nach der Tanzvorstellung von "Kein Stück Liebe" Gespräche mit zwei Tänzerinnen und einem Tänzer.

Meine Kollegin Antonia und ich, Marcel, waren
im Dschungel Wien bei dem Theater-Stück „Kein Stück Liebe“ –
eine Besprechung des Stücks finden Sie hier:
https://kurier.at/einfache-sprache/ich-bin-o-k-kein-stueck-liebe-getanzt/308.768.163

Nach der Vorstellung habe ich mit 3 Mitgliedern
der Tanzgruppe „Ich bin O.K“ gesprochen.
Die 3 heißen Clara, Simon und Andrea.
Ich habe ihnen dabei einige Fragen gestellt.

Als erstes habe ich Clara gefragt,
wie lange sie schon für das Stück geprobt haben.
Sie sagte, dass sie seit 2015 jeweils zwei Mal in
der Woche für das Stück geprobt haben, immer
am Dienstag und am Donnerstag.
Die Premiere von „Kein Stück Liebe“,
war bereits im April 2016 im Theater Akzent.

Dann erzählte sie mir, dass sie
durch ihre Eltern zu „Ich bin O.K“ gekommen ist.
Außerdem sagte sie, dass sie bei der Tanzgruppe ist
seit sie 13 Jahre jung ist.
Clara war unter anderem auch schon
bei Tanz-Vorstellungen in Spanien und Prag dabei.

Als nächstes wollte ich von ihr wissen,
wie das Stück entstanden ist.
Darauf sagte sie, dass sie sich in kleinen Gruppen
einzelne Teile von dem Stück ausgedacht haben.
Clara erzählte mir auch, dass sie in einem Büro
in der Nationalbank arbeitet.

Simon, mit dem ich danach gesprochen habe,
hatte die Idee zu dem Teil vom Stück,
in dem französisch gesprochen wird.
Sein Vater ist nämlich Franzose
und arbeitet auch in Frankreich.
Simon arbeitet als Kellner und war bereits bei
Tanz-Vorstellungen in Graz und Schladming dabei.
Simon erzählte, dass er bei der Vorstellung
in Schladming sogar die Hauptrolle gespielt hat.
Zu dieser Zeit musste er jeden Tag
für die Vorstellung proben,
sogar Samstag und Sonntag.

Ausbildung

Zurzeit macht Simon bei der Dance
Company von „Ich bin O.K“
eine Ausbildung zum Tanz-Assistenten.
Diese dauert 10 bis 15 Stunden in der Woche
und das 1 Jahr lang.

Beruf

Mit Andrea habe ich nur kurz gesprochen.
Ich fragte sie nur, ob sie schon immer tanzen wollte.
Sie sagte, dass sie als Kind schon gern getanzt hat,
aber nicht wusste, dass es das auch als Beruf gibt.

Ein Kollege vom Kinder-Kurier fragte sie dann noch,
wieso 1 Tänzer und eine Tänzerin nur
am Ende vom Stück getanzt haben.
Sie sagte, dass die 2 erst kurz bei der Tanzgruppe sind.

Sie sagte auch, dass die 2 Geschwister mit
indisch-afghanischer Herkunft sind,
die aus ihrer Heimat geflüchtet sind.
Andrea erzählte, dass es im nächsten
Stück von „Ich bin O.K“ um die 2 Geschwister,
und die Flucht aus ihrem Heimat-Land gehen wird.

Bericht von Marcel Benz