Schüler, die einen Mitschüler bedrohen

© Getty Images/iStockphoto/Christopher Futcher/iStockphoto

Einfache Sprache
10/25/2016

Gewalt in Österreichs Schulen wird langsam weniger

Österreich war lange auf dem 2. Platz bei Gewalt in Schulen in Europa. Nur in Litauen waren noch mehr Kinder betroffen. Experten haben Methoden zur Vorbeugung entwickelt.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Gewalt in Schulen ist in Österreich
seit vielen Jahren ein großes Thema.
In einer Studie war Österreich vor einigen Jahren
auf dem 2. Platz in Europa.
Nur in Litauen gab es mehr Gewalt in Schulen.

Experten haben Methoden entwickelt,
um Gewalt an Schulen vorzubeugen.
Im Jahr 2008 wurden diese Methoden in Schulen
in ganz Österreich gestartet.

Die Tageszeitung KURIER besuchte eine Schule
im 10. Bezirk in Wien.
An dieser Schule wird sehr viel zur Vorbeugung
von Gewalt getan.
Außerdem sprach der KURIER dazu mit einer Expertin.
Die Expertin, Beatrix Haller sagt, Gewalt kann sich
auf verschiedene Weise zeigen.
Sie sagt: Es geht nicht nur um körperliche Gewalt.
„Auch üble Nachrede, Ausgrenzungen
oder Cyber-Mobbing sind Gewalt“.
Cyber-Mobbing heißt, dass man
Beleidigungen und Bedrohungen über jemanden
im Internet verbreitet.

Wichtig ist, dass man nicht nur Experten dafür holt.
„Wirksamer ist es, wenn extra dafür ausgebildete
Lehrer und Schüler gemeinsam daran arbeiten."
Das sagt Beatrix Haller.
Es geht darum, dass Schüler lernen,
sich gegenseitig zu helfen.
Dafür werden freiwillige Schüler als Mediatoren eingesetzt.
Mediatoren lernen, wie man einen Konflikt ohne Gewalt lösen kann.
Sie helfen anderen Schülern, Konflikte miteinander zu lösen.

Schüler, die Mediatoren sein wollen,
machen eine Ausbildung.
Die Ausbildung geht insgesamt über 72 Stunden.
Sie lernen, wie man Konflikte erkennt
und wie man sie lösen kann.

Die Ausbildung findet in der Freizeit statt.
Zurzeit werden an der Schule im 10. Bezirk
25 Schüler als Mediatoren eingesetzt.
Sevda ist eine von ihnen.
Die junge Schülerin sagt: „Ich habe gelernt, aktiv zuzuhören“.
Wenn jemand etwas sagt, rege ich mich nicht gleich auf,
sondern frage, warum er das sagt“.
Sie sagt auch: „Ich sehe die Welt jetzt anders als vorher,
und das hilft mir auch im Privatleben“.

Andere Mediatoren an der Schule sagen:
„Wir sind jeden Tag gemeinsam in der Klasse.
Da müssen wir lernen, zusammenzuhalten“
„Keiner macht grundlos Probleme.
Wir haben gelernt, nicht zu streiten,
sondern zu fragen, was los ist“.
Unser Motto ist: „Vorhilfe statt Nachhilfe“
sagt der Direktor von der Schule

Im Jahr 2014 ist Österreich bei der Gewalt an Schulen,
in ganz Europa schon auf den 4. Platz gerutscht.

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