Einfache Sprache
09.08.2017

Frauen in Algerien gegen Bikini-Verbot

In Algerien wehren sich die Frauen gegen das unausgesprochene Bikini-Verbot.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Algerien ist ein Land in Nordafrika.
Dort wird es nicht gerne gesehen,
wenn Frauen einen Bikini tragen.
Eine Frau namens Sara hat vor kurzem
eine Gruppe auf der Internet-Seite Facebook gegründet,
in der Frauen über das Thema diskutieren können.

Offiziell sind Bikinis in Algerien nicht verboten,
aber viele Männer sind dagegen,
dass Frauen Bikinis tragen.
Aus Angst vor unangenehmen Blicken
und gemeinen Kommentaren
trauen sich viele Frauen in Algerien nicht,
sich im Bikini zu zeigen.

Das musste auch Sara miterleben.
Sara war mit ihrer Familie am Strand
und sie war von der Stimmung so verscheckt,
dass sie sich nicht traute, sich im Bikini zu zeigen.
Daraufhin hat sie die Gruppe gegründet,
die mittlerweile schon 3.000 Mitglieder hat.

Am 5. Juni 2017 haben sich 40 Frauen
an einem Strand getroffen, um zu zeigen,
dass sie sich trauen, einen Bikini zutragen.
Wenige Tage später schlossen sich 200 Frauen am selben Ort
zu einem Protest gegen das Bikini-Verbot zusammen.

In einem Interview erklärte Sara,
dass sie die Aktion nicht macht
um in die Zeitung zu kommen.
Es ist ihr ein Anliegen, die Gesellschaft zu verändern.

Sie sagt auch, dass das nur erreicht werden kann,
wenn die Menschen daran gewöhnt werden,
etwas zu sehen, das als verboten gilt.
Sara sagt, es muss nicht jeder ihrer Meinung sein.
Sie will nur, dass Frauen im Bikini akzeptiert werden.

Im Moment organisiert Sara 2 Strandbesuche pro Woche.
Sie lädt über Facebook Frauen ein,
sich am Strand in der Badekleidung ihrer Wahl zu zeigen.