Finanzminister präsentiert neues Gesetz für das Steuerrecht

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Am 13. Juni stellt Finanzminister Hartwig Löger sein neues Steuerrechts-Gesetz vor.

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Am 13. Juni stellt der österreichische Finanzminister
Hartwig Löger sein „Jahres-Steuergesetz 2018“ vor.
Das Gesetz ermöglicht Unternehmen
mehr Beratungen bei rechtlichen Fragen.
Das Finanzamt soll bei rechtlichen Fragen
eine gesetzlich geregelte Auskunft geben.
Momentan muss man einen gewissen Geldbetrag als Gebühr zahlen,
wenn man für jemanden eine Bürgschaft übernehmen möchte.
Bei einer Bürgschaft erklärt sich jemand bereit,
für die Schulden eines anderen zu haften.
Wenn zum Beispiel Eltern eine Bürgschaft für ihre Kinder übernehmen,
müssen sie die Schulden der Kinder bezahlen,
wenn die Kinder selber nicht zahlen können.
Die Gebühr fürs Übernehmen einer Bürgschaft
wird mit dem neuen Steuergesetz abgeschafft.

Menschen, die ihr Grundstück für Straßenbau oder andere Projekte,
die für die allgemeine Bevölkerung wichtig sind, zur Verfügung stellen,
werden weniger Steuern bezahlen.

Menschen mit Behinderung werden in Zukunft mit
einem Antrag die kostenlose Autobahn-Vignette und die Befreiung
von der motorbezogenen Versicherungssteuer beantragen können.
Die Autobahnvignette gibt es in verschiedenen Ländern.
Mit der Vignette darf man als Autofahrer die Autobahn benützen.
Die Vignette ist der sichtbare Nachweis dafür, dass man die
Gebühren für die Autobahn-Nutzung bezahlt hat.
Das Geld der Vignette bekommt in Österreich die Asfinag.
Die Asfinag ist unter anderem dafür zuständig, dass die Straßen
ausgebessert werden und sie kontrollieren auch,
ob jeder Autofahrer eine Vignette hat.

In Zukunft sollen Menschen, die ihr Geld in Häusern
und Wohnungen anlegen, keine Steuern mehr beim Kauf
von Häusern und Wohnungen bezahlen müssen.
Das soll aber nur gelten, wenn die Grundstücke
in Holding-Gesellschaften verkauft werden.
Holding-Gesellschaften sind Zusammenschlüsse
von mehreren Firmen.
An der Spitze steht ein Groß-Unternehmen,
das kleinere Unternehmen organisiert.

Ein Salzburger Finanz-Experte kritisiert, dass
dieses neue Steuergesetz Holding-Firmen
einen steuerlichen Vorteil verschafft.
Kritisieren heißt, dass man sagt,
wenn man etwas nicht gut findet.

( kurier.at , ll ) Erstellt am 13.06.2018