Einfache Sprache
07.03.2018

Ein Ort, an dem man über traurige Erfahrungen sprechen kann

In Wien gibt es jetzt eine neue Trennungs-Ambulanz. Dort kann man hingehen, um ungestört über Liebeskummer und Trauer zu sprechen.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Am 1. März hat in Wien die erste Trennungs-Ambulanz des Landes aufgemacht. In der Trennungs-Ambulanz kann man sich mit anderen trauernden Menschen treffen, um in Ruhe über Liebeskummer und Trauer zu sprechen. 5 dieser Treffen kosten 240 Euro.

Gegründet wurde die Trennungs-Ambulanz von einer Lebens-Beraterin und Sozial-Beraterin und einer Sexual-Therapeutin. Die beiden leiten auch die Gruppen-Treffen. Einmal in der Woche treffen sich bis zu 12 Menschen, die zum Beispiel von schmerzhaften Liebeskummer betroffen sind. Gemeinsam tauschen sie ihre Erfahrungen aus.

Viele von den Betroffenen kommen sich irgendwann blöd vor. Deswegen trauen sie sich dann nicht mehr, in ihrem privaten Kreis darüber zu sprechen. Sie haben das Gefühl, dass sie sich zusammenreißen müssen. Heute muss man kurz nach einem Verlust schon wieder funktionieren. Aus diesem Grund können sich die Betroffenen untereinander in der Trennungs-Ambulanz in Ruhe über ihre Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig helfen.

Wieder zu sich finden

Eine zerbrochene Beziehung ist wie ein Todesfall. Man ist traurig und ganz durcheinander. Wie lange diese Phase dauert, ist ganz unterschiedlich. Wenn es einem schlecht geht, muss man wieder zu sich selbst finden. Man kann sich zum Beispiel eine Kleinigkeit kochen, anstatt sich eine Pizza zu bestellen. Es geht darum, sich bewusst zu machen, dass man auch ohne Partner wertvoll ist. „Vorbei geht der Liebeskummer auf jeden Fall“, verspricht eine von den Gründerinnen.