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02.07.2018

Diese Spieler wurden vom Flüchtling zum Star

Als Kinder sind sie wegen Krieg, Armut und Angst aus ihrem Heimatland geflüchtet. Jetzt sind sie weltberühmte Fußballspieler.

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Wie wird man vom Flüchtling zum Welt-Fußballer?
Manche Menschen würden meinen, dass das unmöglich ist.
Einige Spieler haben das Gegenteil bewiesen.
Viele Profi-Fußballspieler haben
Flucht-Erfahrungen in ihrer Kindheit gemacht.

Luca Modric
Luca Modric begann Fußball zu spielen,
während in seiner Heimat Kroatien gerade Krieg war.
Heutzutage halten ihn viele
für den besten Mittelfeldspieler der Welt.

Victor Moses
Als er 11 Jahre alt war, musste Victor Moses
aus seinem Heimatland Nigeria flüchten.
Aufgewachsen ist er in England und spielt
seit vielen Jahren für eine englische Mannschaft Fußball.
Im Jahr 2012 wechselte er dann zum FC Chelsea
und bei der Weltmeisterschaft dieses Jahr,
spielte er für sein Heimatland Nigeria.
Viele Fußballspieler aus verschiedenen Ländern
haben als Kinder ähnliches erlebt.
Er ist durch seine Erfahrungen stärker geworden.
„Am Anfang war es hart,
weil ich plötzlich in eine andere Kultur geworfen wurde
und als kleiner Junge neue Freunde finden musste“,
sagte der heute 27-Jährige.
Er wuchs bei Pflegeeltern in London auf,
nachdem sein Vater und seine Mutter
bei religiösen Auseinandersetzungen
in seiner Heimat getötet wurden.

Daniel Arzani
Daniel Arzani musste mit seinen Eltern
aus dem Iran fliehen, als er ein Kind war.
Später, als er 19 Jahre alt war, hat er in Australien
mit dem Fußball spielen angefangen.
Mit 19 Jahren war er damals der jüngste Spieler.
Er sagte, dass er jetzt für Australien spielt,
ist eine große Ehre für ihn.

Spielen für das Heimatland
Einige Fußballspieler, die aus ihren Heimatländern
woanders hin geflohen sind, spielen jetzt wieder
für eine Mannschaft aus ihrem Heimatland.
In gewisser Weise spielen auch die Spieler,
die nicht für das Land spielen,
in dem sie geboren wurden, für ihr neues Heimatland.
Sie wurden zwar nicht in diesen Ländern geboren,
sind aber großteils dort aufgewachsen und leben dort.

Spielen für das selbst gewählte Heimatland
Die meisten Fußballspieler, die aus ihrem Heimatland
flüchten mussten, haben sich allerdings dazu entschieden,
für ein anderes Land zu spielen.
Pione Sisto wurde zum Beispiel in Uganda geboren.
Seine Eltern sind mit ihm nach Dänemark geflohen,
als er 2 Monate alt war.
Seit dem Jahr 2014 ist er Staatsbürger von Dänemark.
Kurz darauf hat er begonnen,
in der U-21-Liga Fußball zu spielen.
U-21 steht für unter 21 Jahre.
Die Spieler der U-21-Liga dürfen nicht älter als 20 Jahre alt sein.

Viele Fußballspieler, die für die Schweiz spielen
kommen ursprünglich aus anderen Ländern.
2 davon sind Shaqiri
und Xhaka.
Sie kommen aus dem ehemaligen Jugoslawien.
Bei der Fußball-Mannschaft von Marokko sind
nur 6 Spieler von 23 Spielern in Marokko geboren.
Die meisten Spieler mit Flüchtlings-Hintergrund
spielen im kroatischen WM-Team.

Viele der heutigen Profis mussten ihre Heimat
als Kinder wegen der Balkan-Kriege verlassen.
Der Star-Fußballer bei Real-Madrid
Luca Modric, lebte lange Zeit in Wohnheimen.
Vedran Corluka, der ebenfalls bei Real-Madrid spielt,
musste auch als Kind seine Heimat verlassen.
Er hat wie Dejan Lovren vom FC Liverpool,
als Kind viele Jahre in Deutschland verbracht.
Lovren sagte, dass es sehr hart war und er kämpfen musste
und sein Leben lang immer kämpfen müssen wird.
Er sagte auch,
dass die Leute erst beim Fußball angefangen haben,
ihn als Person zu respektieren.