Einfache Sprache
17.01.2018

Buchlesung im Dunkeln

In der Wiener Hauptbücherei hat es eine Buchlesung im Dunkeln gegeben. Einer der Vorleser war blind.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Am 15. Jänner hat es eine Buchlesung
in der Wiener Hauptbücherei gegeben.
Dabei wurde aus dem Buch
„House of Ghosts-Das verflixte Vermächtnis“
vorgelesen. Die ersten Seiten hat der Autor
Frank Maria Reifenberg vorgelesen.
Danach wurde das Licht ausgeschaltet,
und es wurde im Dunkeln weiter vorgelesen.

Nach den ersten Seiten wurde das Buch
von jemand anderem vorgelesen.
Der zweite Vorleser heißt Heiko Kunert.
Er brauchte kein Licht, er ist nämlich blind.
Dieses Buch wurde nämlich auch
in Brailleschrift gedruckt,
damit blinde Menschen wie
Heiko Kunert es lesen können.

Heiko Kunert ist Geschäfts-Führer vom
Blinden- und Sehbehinderten-Verein Hamburg.
Er hat dem Kinder-KURIER erzählt,
dass er auch schon öfter Theater gespielt hat.
Frank Maria Reifenberg hat
einen blinden Vorleser für die Vorlesung gesucht.
Heiko Kunert sagte, dass er sich freiwillig gemeldet hat.
Er hat schon einige gemeinsame
Lesungen mit Herrn Reifenberg gemacht.

Insgesamt erscheinen im deutschsprachigen Raum
90 000 verschiedene Bücher, allerdings nur 500
in Brailleschrift.

Zurzeit kann man sich die Bücher in Brailleschrift
von der Bücherei im Wiener Braille-Zentrum ausborgen:
www.bbi.at/braille-zentrum/braille-bibliothek
Wenn es ein Buch dort nicht gibt,
kann diese Bücherei es über das Netzwerk
www.medibus.inof bestellen.

Außerdem gibt es natürlich viele Hörbücher und für blinde
Menschen speziell Plattformen wie wwwhoerbuecherei.at
oder www.wbh-online.de.