Thomas Schaufler, Vorstand Erste Bank

© Marion Payr

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11/14/2020

„Mit einfachen Regeln lassen sich Börsen-Risiken managen“

Thomas Schaufler, Vorstand der Erste Bank Oesterreich, über langfristige Vorsorge und Risiken an den Kapitalmärkten.

Wie lässt sich heute langfristig vorsorgen?

Thomas Schaufler: Auch wenn es noch immer die beliebteste Sparform der Österreich ist, das Sparbuch ist für die langfristige Vorsorge nicht mehr zeitgemäß. Aufgrund der anhaltenden Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank wirft das Sparbuch zu wenig ab, um damit zum Beispiel Kapital für einen gesicherten Lebensabend aufbauen zu können. Eine Alternative dazu sind Wertpapiere.

Müssen hier die Österreicher nicht fürchten an den Kapitalmärkten Geld zu verlieren?

Ohne ein gewisses Risiko einzugehen, lässt sich heute kein Vermögen mehr aufbauen. Sichere Anlageformen wie Sparbücher oder Staatsanleihen werfen einfach zu wenig Ertrag ab. Aber Börsen sind kein Hexenwerk und schon mit einfachen Grundregeln wie einer breiten Streuung und einer klar definierten Strategie lassen sich Risiken managen. Auf lange Sicht haben sich trotz Rückschläge und Börsencrashs Investments am Kapitalmarkt meist mehr gelohnt als sichere Anlegeformen. Zum Beispiel hat der Deutsche Aktienindex DAX in den vergangenen zehn Jahren trotz Euro-Krise und Corona-Crash ein Plus von über 90 Prozent erzielt.

„Auf lange Sicht haben sich trotz Rückschläge und Börsencrashs Investments am Kapitalmarkt meist mehr gelohnt als sichere Anlegeformen.“

Thomas Schaufler | Vorstand Erste Bank

Sind die Märkte nicht schon heiß gelaufen?

In den USA sind die Kurse nach dem Corona-Crash extrem in die Höhe geschnellt und hier gibt es Anzeichen für eine Überbewertung vieler Unternehmens-Aktien. Europa hinkt hier noch etwas hinterher und es gibt noch einige spannende Investment-Möglichkeiten.

Mit welchen Produkten lassen sich Risiken eingrenzen?

Privatanleger sollten nicht in Einzelaktien investieren, sondern eher auf Fondssparpläne oder fondsgebundene Lebensversicherungen setzen. Hier sorgt ein professionelles Fondsmanagement für eine Risikoabsicherung und durch einen schrittweisen Einstieg nutzt man auch den Cost-Average-Effekt. Kaufen Anleger zum Beispiel monatliche Fondsanteile, so erwerben sie bei fallenden Kursen mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger Anteile Dadurch erzielt man langfristig einen günstigeren Durchschnittspreis für seine Fondsanteile als bei einem einzelnen Kauf. Bei Fonds gibt es ja genauso Kusschwankungen.

Braucht man nicht viel Geld auf der hohen Kante, um an den Wertpapiermärkten zu investieren?

Selbst mit kleinen Beträgen ab 50 Euro lässt sich auf Zeiträume von 10, 20 oder 30 Jahren sehr viel bewegen. Wer unsicher ist, wie er Geld richtig veranlagt, kann und soll sich aber jederzeit bei einem der gut geschulten Berater der Erste Bank informieren. In Zeiten von Corona natürlich auch gerne telefonisch.

Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben den geschilderten Chancen auch Risiken birgt. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu.

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