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Lebensmittel-Intoleranzen: Jeder Dritte ist betroffen

Warum die Dunkelziffer an Betroffenen so hoch ist und warum man trotzdem nicht auf sein Lieblingsessen verzichten muss.

06/24/2019, 11:01 AM

Sein gewohntes Essen nicht zu vertragen, verursacht enormen Stress. Die GrĂŒnde dafĂŒr sind so individuell wie jeder einzelne Patient. Die Nahrungsaufnahme und die Umsetzung der einzelnen Nahrungsbestandteile bieten eine große AngriffsflĂ€che fĂŒr verschiedenste Erkrankungen. Maßgeblich beteiligt sind Verdauungsenzyme, welche großteils im DĂŒnndarm zu finden sind. Österreichische Forschung hat es in den letzten Jahren ermöglicht diese Verdauungsenzyme zu ergĂ€nzen und damit sein gewohntes Essen wieder zu vertragen. NĂ€here Information dazu finden Sie auf www.alles-essen.at.

Fruktose und Laktose

Aufgrund der großen Menge im Essen sind die Kohlenhydrate Fruktose („Fruchtzucker“) und Laktose („Milchzucker“) die hĂ€ufigsten Verursacher von Intoleranzen. Der nachweisliche Anstieg von Fruktose in der Nahrung im Zuge der explosionsartigen Zunahme von verzehrtem Zucker in den letzten Jahrzehnten fĂŒhrte in der Folge zu mehr und mehr Menschen, die eben diese Mengen an Fruchtzucker nicht mehr beschwerdefrei verzehren können. Bei rund 6-7% der Bevölkerung schĂ€tzen Experten ist eine Einnahme von 20 g Fruktose am Tag nicht ohne mehr oder weniger starken Symptomen möglich.

Histamin und Gluten

Histamin und Gluten sind in aller Munde. Gluten, also eine Mischung verschiedenster Proteine zumeist aus dem Getreide Weizen, gilt als klarer Auslöser der Zöliakie (HĂ€ufigkeit unter 1%). Aufgrund der hohen Anzahl an Menschen, die von Problemen nach dem Verzehr von weizenhaltigen Lebensmitteln berichten, wobei jedoch eine GlutensensitivitĂ€t und Weizenallergie klinisch ausgeschlossen wurde, wird die (nicht-Zöliakie und nicht Weizenallergie) WeizensensitivitĂ€t aktuell heiß diskutiert.

Ähnlich schwierig medizinisch einzugrenzen ist die Histaminintoleranz. Da Histamin an mehreren Stellen im Körper wichtige Funktionen ĂŒbernimmt und insbesondere bei allergischen Reaktionen eine SchlĂŒsselrolle hat, ist die gesicherte Diagnose Histaminintoleranz sehr zeitintensiv und oftmals erst nach mehreren AnlĂ€ufen gefunden.

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