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10/27/2021

Jetzt: Wirtschafts-Turbo für Österreich

Zahlen lügen nicht: Eineinhalb Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie stehen die Zeichen für die heimischen Unternehmen auf Vollgas – endlich, möchte man fast sagen.

Wie der aktuelle Austrian Business Check des KSV1870 belegt, befinden sich die heimischen Betriebe auf „Vor-Krisen-Niveau“ – zumindest, wenn es nach deren Geschäftslage geht. Zwei Drittel der Befragten bewerten diese mit sehr gut bzw. gut – das bedeutet ein Plus von 20 % gegenüber dem Frühjahr 2021 und ein leichtes Plus gegenüber März 2020.

„Österreichs Unternehmen haben den Wirtschafts-Boost wie einen Bissen Brot benötigt, und der scheint jetzt ins Rollen gekommen zu sein. Trotzdem befinden wir uns nach wie vor in einer fragilen Situation. Es benötigt weiterhin einen gemeinschaftlichen Kraftakt, damit sich der aus wirtschaftlicher Sichtweise seidene Faden zu einem widerstandsfähigen Seil entwickeln kann“, erklärt Ricardo-José Vybiral, CEO der KSV1870 Holding AG.

Aufschwung in Geschäftsbüchern erkennbar

Und weiter: Etwas mehr als die Hälfte der Betriebe spricht von steigenden Umsätzen gegenüber dem Vorjahr und drei von vier Betrieben spüren den wirtschaftlichen Aufschwung bereits im Tagesgeschäft – auch wenn nur rund ein Drittel eine sehr bzw. eher starke Entwicklung sieht: „Es gibt definitiv Luft nach oben, aber ein Anfang ist jedenfalls gemacht“, so Vybiral. Immerhin hat der 24/7 laufende Wirtschaftsmotor zuletzt dazu geführt, dass 63 % der befragten Betriebe davon überzeugt sind, das laufende Geschäftsjahr mit einem Gewinn abzuschließen – weitere 20 % haben die „Schwarze Null“ im Blick.  

Staatshilfen: Gerne genommen, nicht immer notwendig

Eines bringt der Austrian Business Check ebenfalls ans Tageslicht: 54 % der befragten Unternehmen vertrauten bislang auf finanziellen Support seitens der Bundesregierung, um das finanzielle Loch in der Kassa während der Krise zu stopfen. Häufig wurden die Hilfszahlungen auch dann „genommen“, wenn gar keine Dringlichkeit dafür bestand.

Retrospektiv lässt sich bilanzieren, dass jedes dritte Unternehmen, das wirtschaftliche Hilfe in Anspruch genommen hat, auf die staatliche Finanzspritze verzichten könnte und trotzdem ‚Überleben‘ würde.

Mag. Ricardo-José Vybiral, MBA, CEO der KSV1870 Holding AG

Entstanden sind diese „Mitnahmeeffekte“ vor allem zu Beginn der Pandemie, als hinter dem unternehmerischen Überleben häufig ein dickes Fragezeichen stand.

Zahlungsmoral: Aus „Gut“ wird „Besser“

Was aus der aktuellen Umfrage auch hervorgeht, ist, dass sich das heimische Zahlungsverhalten während der vergangenen 12 Monate ein weiteres Mal verbessert hat. Quer über alle Branchen hinweg werden 87 % aller Rechnungen pünktlich beglichen. Bedeutet, dass jede siebente Rechnung zu spät bezahlt wurde – im Vorjahr war es noch jede Vierte. „Die Corona-Krise hat der Zahlungsmoral von Herrn und Frau Österreicher nochmals einen Schub verliehen, obwohl diese bereits seit Jahren top ist, auch im internationalen Vergleich“, erklärt Walter Koch, Geschäftsführer der KSV1870 Forderungsmanagement GmbH. Sowohl Firmen- (Zahlungsdauer von 24 Tagen) als auch Privatkunden (13 Tage) konnten ihr hohes Niveau trotz coronabedingt instabiler Wirtschaftslage halten.  

Bund: Gesteigert, aber weiter außerhalb der gesetzlichen Norm

Zwiegespalten fällt die Zahlungsmoral-Bilanz hingegen bei der Öffentlichen Hand aus. Zwar ist es den Bundesbehörden gelungen, in punkto Zahlungsdauer mehrere Schritte vorwärts zu machen, andererseits war dies angesichts des verheerenden Vorjahres-Ergebnisses fast nicht anders möglich. Nach einer Zahlungsdauer von zuletzt 49 Tagen bezahlt der Staat nun im Schnitt innerhalb von 33 Tagen. „Nichtsdestotrotz bleibt festzuhalten, dass ausgerechnet der Bund als einzige ‚Gruppe‘ außerhalb des gesetzlich festgelegten Zahlungsziels von 30 Tagen zahlt und damit gegen die eigenen Gesetze verstößt“, so Koch. Gleichzeitig haben sich die Länderbehörden auf eine Zahlungsdauer von 29 Tagen (- 7 Tage) verbessert, und die Gemeinden bezahlen im Schnitt österreichweit innerhalb von 25 Tagen (- 4 Tage).

Was tun gegen „Spätzahler“?

Um das Zahlungsverhalten auch bei den verbliebenen Sorgenkindern zu verbessern, empfiehlt der KSV1870 ein stringentes Credit-Management zu installieren. Was bedeutet das? Hier geht es darum, den Kundenkontakt laufend zu halten, kürzere Zahlungsziele zu vereinbaren, Rechnungen sofort nach erbrachter Leistung zu legen und im Ernstfall auf ein professionelles Mahnwesen zurückzugreifen – und zwar sobald das Zahlungsziel überschritten wurde: „Es ist nach wie vor so, dass die erste Mahnung den größten Effekt erzielt. Je früher diese gelegt wird, desto besser die Erfolgsaussichten“, so Koch. Gleichzeitig gibt es auch die Möglichkeit, den gesamten Mahnprozess an Profis auszulagern – und zwar von Beginn an, sprich mit der Rechnungslegung.

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