Unfälle im Wiener Wurstelprater: Die Liste ist lang und wird länger

Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen. In den vergangenen zehn Jahren gab es zwei Todesopfer unter Mitarbeitern.
WIEN: VERLETZTE BEI UNFALL DER "WIENER HOCHSCHAUBAHN" IM WURSTELPRATER

Fünf Verletzte gab es am Samstagnachmittag in Folge eines Unfalls im Wurstelprater. Die Fahrzeugführerin der „Wiener Hochschaubahn“ (auch „Zwergerlbahn“ genannt) sei zu schnell unterwegs gewesen, deswegen entgleiste der Waggon, berichtete der Betreiber. Zwei der fünf Verletzten mussten sogar ins Spital gebracht werden.

Dieser Unfall ist aber nicht der einzige, der sich bei den Fahrgeschäften im Prater bisher ereignet hat, wie der Blick zurück beweist. Hier eine unvollständige Auswahl:

Eine kleine grüne Dampflokomotive fährt mit Passagieren durch einen Wald.

Im Jahr 2024 ist die Liliputbahn zuletzt entgleist.

Worker killed in fatal accident during roller coaster test ride ahead of Munich's Oktoberfest

Eine Mitarbeiterin wurde vom Waggon des Fahrgeschäfts "Olympia Looping" erfasst.

  • 2018 wurde ein 11-jähriges Mädchen aus einer Gondel des Fahrgeschäfts „Extasy“ geschleudert. Sie kam mit leichten Verletzungen davon. Zu einem Unfall mit schwererem Ausgang kam es beim selben Fahrgeschäft im Jahr 2010: Ein 34-Jähriger und sein 29-jähriger Freund verließen das Karussell „Extasy“ nachdem die Runde zu Ende war. Plötzlich kam der Ältere aber auf die Idee, noch eine Runde fahren zu wollen. Er sprang über das Geländer und wollte auf das bereits fahrende Karussell aufspringen. Der Mann wurde von dem Fahrgeschäft erfasst und erlitt schwerste Verletzungen im Brustbereich. Laut Rettung starb er an einem Polytrauma. Er dürfte alkoholisiert gewesen sein.
  • 2017 wurde ein Mitarbeiter der Hochschaubahn „Volare“ von einer Gondel am Kopf getroffen. Zuvor habe er sich im „Betriebsbereich“ der Bahn aufgehalten. Der 25-Jährige starb später im Krankenhaus. Auch beim Fahrgeschäft „Volare“ kam es zuvor im Jahr 2010 schon einmal zu einem Unfall: Ein Waggon der Hochschaubahn krachte gegen einen Kran, auf dessen Bühne ein 21-jähriger Arbeiter stand, der das Gerüst der Bahn strich. Er stürzte acht Meter in die Tiefe und erlitt schwerste Kopfverletzungen.
Menschen fahren mit einer gelben Achterbahn mit rotem Gestell.

Beim Fahrgeschäft "Volare" kam es bereits zwei Mal zu einem Unfall.

  • 1994 ereignete sich ein Unfall beim Fahrgeschäft „Para-Tower“, bei dem Personen in einer Art Korbwagen in die Höhe gezogen werden, um dann rasch in die Tiefe zu sinken. Bei dem Unfall sank der Korbwagen zu weit ab. Einem 60-Jährgen wurde damals beinahe ein Bein abgetrennt. Seine 25-jährige Begleiterin erlitt schwerste Verletzungen an der Wirbelsäule. Im Jahr 1991 kam es beim selben Fahrgeschäft schon einmal zu einem Zwischenfall: Damals war eine Gondel aus geringerer Höhe unsanft in die Tiefe gesunken. Die Passagiere kamen mit leichten Verletzungen davon.

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