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Chronik Wien
10/22/2020

Wiener Grüne rudern nach Twitter-Aufregung um Kandidaten zurück

Abdelati Krimi sprach sich auf Arabisch gegen das österreichische Eherecht aus. Parteichefin Hebein ließ die Übersetzung prüfen.

Im Fall Abdelati Krimi sind die Wiener Grünen nun um Beruhigung bemüht. Wie berichtet, soll sich Krimi, der auf der Kandidatenliste der Grünen für die Wien-Wahl auf dem letzten Platz antrat, in einer arabischsprachigen Sendung gegen das österreichische Eherecht ausgesprochen haben.

Veröffentlicht wurde das Video von Autorin und Politologin Nina Scholz. Wörtlich soll Krimi gesagt haben: "Bei Allah, über dieses Thema haben wir schonmal gesprochen […] Zum Wohlbefinden der Kinder wollen wir zwischen den Eltern schlichten. Es ist etwas Gutes und wir werden versuchen, dieses soziale Problem zu lösen, obwohl wir gegen die Gesetze dieses Landes sind, weil diese Gesetze die Frau schützen und ihr Obsorgerechte geben und auch die Rechte zur Erziehung der Kinder."

"Anderer Gesamtzusammenhang"

Diese Übersetzung ließ die grüne Parteichefin Birgit Hebein überprüfen. Die eidesstattliche Übersetzung bestätige im Abschnitt „Gesetze in Österreich“ zwar die ursprüngliche Übersetzung, erklären die Wiener Grünen auf Facebook. Im Gesamtzusammenhang des ganzen Videos ergebe sich jedoch ein vollständigeres Bild.

"Nach einem persönlichen Gespräch" habe Abdelati Krimi daher klargestellt: „Es tut mir sehr leid, dass ich mich missverständlich ausgedrückt habe. Für mich geht der Schutz von Frauen und Kindern selbstverständlich vor, dafür brauchen wir auch eine gesetzliche Verankerung in Österreich.“

Die User überzeugte die "Entschuldigung" der Grünen allerdings nicht restlos. "Liebe Grüne Wien, bitte, was soll das? Bei einer derartigen "Entschuldigung" seitens eines FPÖ-Politikers würdet ihr doch (zurecht) auf die Barrikaden gehen. Dürfen wir bitte erfahren, was an Krimis Aussagen missverständlich war, wie man sie hätte anders verstehen können, und warum?", schreibt etwa eine Leserin.

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