© Agnes Preusser

Chronik Wien
05/31/2021

Wien zu Fuß: Spazieren ist ein (Kinder-)Spiel

Dank eines Brettspiels quer durch Atzgersdorf oder mit Rubbelkarten auf Monster-Jagd am Ring: Spiele fördern das Gehen in der Stadt.

von Agnes Preusser, Pilar Ortega

Wer in Atzgersdorf aufgewachsen ist, hat meist eine tiefe Verbundenheit zum Grätzel. Die Liebe zum eigenen Wohnort geht sogar so weit, dass sich Teile der Bewohner als „Familie Atzgersdorf“ bezeichnen.

Es gibt ja auch überraschend viel Schönes, das sich im zweitkleinsten Bezirksteil Liesings versteckt. Und genau das kann man jetzt mit dem Spiel Unterwegs durch Atzgersdorf entdecken, das der 18-jährige Martin Lenzenhofer entwickelt hat.

Das Spielbrett ist dabei eine Straßenkarte, in der reale Orte in der Umgebung eingezeichnet sind. Jeder Spieler muss diese durch Würfeln schnellstmöglich erreichen.

Durch Aktionskarten wird der Weg erleichtert oder erschwert. „Da echte Unternehmer eingezeichnet sind, werden die regionalen Händler bekannter gemacht“, sagt Lenzenhofer.

Zu kaufen gibt es das Spiel um 29,90 Euro darum bei lokalen Geschäften wie dem „Buchhandel Michael“. Online kann man es unter office@red-cap.at bestellen.

Nach dem Spiel ist vor dem zu Fuß gehen: Denn dank der detailgetreuen Straßenkarte wird man animiert, die Orte auch in Realität aufzusuchen – und somit liegt Lenzenhofer mit seiner Entwicklung voll im Trend. 

Schließlich hat die Pandemie für einen regelrechten Geh-Boom gesorgt.

Haben 2019 die Wiener noch 28 Prozent ihrer Wege zu Fuß zurückgelegt, stieg dieser Wert laut Wiens Fußgängerbeauftragter Petra Jens vergangenes Jahr auf 37 Prozent.

Bewegungsanreize

Wer das Spazieren generell spielerisch angehen will, hat in Wien viele Möglichkeiten und muss dafür auch nicht zwingend an den Stadtrand fahren. Für jeden Bezirk gibt es zum Beispiel von der städtischen Mobilitätsagentur ein eigenes Rätselheft, mit der man eine Grätzel-Rallye antreten kann.

Eine Tour dauert rund 60 Minuten und ist geeignet für Kinder ab 7 Jahren. Die Hefte kann man kostenlos unter www.diestadtunddu.at herunterladen.

Ein Erfolg war das Spiel Street Points, das vergangenen Herbst in Liesing und in der Donaustadt gespielt werden konnte. In den Bezirken waren Boxen aufgestellt, bei denen man beim Vorbeispazieren Punkte für sein Team sammeln konnte.

Bei einer Laufzeit von sechs Wochen haben fast 10.000 Kinder mehr als 148.000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Weil das Spiel so gut angekommen ist, wird es nächsten Herbst wiederholt. Infos gibt es unter www.street-points.at.

Richtig wienerisch wird es bei Monster Hunt. Mit Rätselkarten zum Aufrubbeln spürt man vor Ort Monster auf, um die Wiener von ihrem Grant zu befreien. Drei Spiele wurden bereits entwickelt, eines für die Ringstraße, eines für den 3. Bezirk und eines für Währing. Geeignet sind sie für Spieler von „8 bis 199 Jahren“.

Bestellen kann man die Kartendecks, die zwischen 12,90 und 15,90 Euro kosten, auf citygames.wien.

Wer nicht so gerne spielt, aber dennoch den Wettbewerb schätzt, der kann sich die „Wien zu Fuß“-App von der Stadt Wien runterladen. Dort kann man sich Inspiration für neue Spazierrouten suchen, aber auch seinen Schritte-Highscore mit den anderen Nutzern vergleichen.

Außerdem gibt es immer wieder Gutscheine: Hat man 20.000 Schritte geschafft, kann sich derzeit etwa mit Sesam-Matcha-Cookies vom Restaurant Shoyu belohnen.

Nicht zu vergessen die 13 Stadtwanderwege in Wien. Wer drei absolviert, kann sich eine silberne Wandernadel abholen. Bei sieben gibt es sogar eine in Gold.

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